Mittwoch, 28. März 2012

Jana Seidel - Eigentlich bin ich eine Traumfrau


An Juli Sommers 33. Geburtstags wird ihr plötzlich klar, dass sie noch keines ihrer persönlichen Ziele erreicht hat. 
Statt bei einem Hochglanz-Magazin zu arbeiten und abends heim zu ihrem Traummann zu kommen, arbeitet sie als freie Journalistin zusammen mit Freundin Toni in der Redaktion des "Hamburger Morgen" und sitzt abends, wenn sie nicht grad mit ihren Freunden unterwegs ist, allein in ihrer Single-Wohnung. 
Das soll sich ändern, als sie im Schaufenster einer Buchhandlung auf das Bild von Autor Rafael aufmerksam wird. Sofort stellt Juli sich ihre Zukunft mit Rafael und gemeinsamen Kindern vor. 
Und tatsächlich schafft sie es, in Rafaels Dunstkreis zu kommen. Doch der ist für seine Wankelmütigkeit bei Frauen bekannt, und Juli verbiegt sich zunehmend, um die sein zu können, die sie unbedingt sein will. In ihrer Traumwelt merkt Juli nicht, dass jemand anderes ein Auge auf sie geworfen hat, der sie so schätzt, wie sie wirklich ist... 

Die Geschichte ist auch der Ich-Perspektive der Hauptprotagonistin Juli Sommer geschrieben.Diese wird als sehr Naiv beschrieben, ohne jedoch einfältig und dumm zu wirken. Jana Seildel schreibt wundervoll erfrischend und äußerst spannend und detailreich. Man leidet regelrecht mit Juli mit, wenn sie wieder in ein Fettnäpfchen getreten ist, und lacht über ihre ungeschicktheit und Naivität. Nur leider werden meiner Meinung nach zu wenig Details über Julis Freunde preisgegeben, die ja sehr wichtig für Juli sind. 
Die Aufmachung des Buches gefällt mir auch sehr gut, sind doch zwischen den einzelnen und wunderbar kurzen Kapiteln Herzen abgebildet. 

Fazit: Ein wunderbar erfrischender Roman für tolle, kurzweilige Lesestunden.

Bewertung: ★★★★☆

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