Donnerstag, 22. März 2012

Jutta Profijt - Schmutzengel


Corinna Leyendecker trifft es hart. Und das nicht nur einmal, sondern gleich dreimal. Erst verliert sie ihren Job bei einem Düsseldorfer Werbeunternehmen, und als sie dann früher als üblich nach Hause kommt, trifft sie auf ihren Freund Greg und dessen Geliebte Sue. Also nicht nur Job weg, sondern auch der Freund weg. Und da der auch noch will, dass sie sofort auszieht, ist auch noch die Wohnung weg...
Doch Corinna lässt sich nicht gleich rausschmeißen, sondern regelt erst mal ihr Leben und macht sich nach endlosen deprimierenden Vorstellungsgesprächen selbstständig. Sie gründet die Schmutzengel, ein Unternehmen, das erfolgreichen Männern hilft, den Haushalt zu bewältigen. Alles läuft prima. Bis sie eines Tages im Kühlhaus eines Kunden einen Toten findet. Um schlechte Publicity für die Schmutzengel zu vermeiden, muss der weg. Sofort. Doch das ist nicht so einfach wie gedacht...

Die Autorin wirft den Leser mitten rein ins Geschehen. In der Geschichte ist das mit dem Toten bereits passiert, und die Hauptprotagonistin erzählt rückblickend von den Geschehnissen, am Tag ihrer Kündigung beginnend. Die kurzen Einblendungen á la "wenn ich das damals schon gewusst hätte..." machen den Leser neugierig und Sorgen für Spannung.
Für ein paar Lacher haben Corinnas Situationen bei mir auch gesorgt. Leider kommt der Schreibstil manchmal etwas zu sachlich rüber. Hier hätte Jutta Profijt mehr draus machen können.

Fazit: Ein unterhaltsamer Roman mit Humor und ein paar Schwächen, der jedoch für ein paar schöne und kurzweilige Lesestunden sorgt.

Somit gebe ich: ★★★★☆

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