Dienstag, 6. März 2012

Cornelia Funke - Tintentod


Wenige Monate sind vergangen seit den Geschehnissen auf der Nachtburg. Mo ist wie selbstverständlich in die Rolle des Eichelhähers geschlüpft, die Fenoglio ihm quasi auf den Leib geschneidert hatte. Er ist mittlerweile fester Bestandteil des Räuber-Zirkels um den Schwarzen Prinzen geworden. Das Räubern und Beschützen der armen fällt Mo mittlerweile ebenso leicht wie das Buchbinden, und er fühlt sich wohl in der Tintenwelt und möchte nicht zurück. Resa jedoch wünscht sich nichts sehnlicher. Sie hat Angst um Mo und möchte dass das Kind, das seit kurzem in ihr heranwächst in ihrer Welt geboren wird. 
Als sich die Schlinge des Natternkopfs immer enger um Mo und die Räuber zieht, ist sie so verzweifelt, dass sie erst Fenoglio und dann ausgerechnet Orpheus um Hilfe bittet. Sie ahnt nicht, was sie dadurch auslöst. Meggie kann ihr dieses Verrat nicht verzeihen, obwohl sie hin- und hergerissen ist zwischen dem Wunsch in der Tintenwelt zu bleiben und nach Hause zurückzukehren. 
Mo jedoch will darüber nicht diskutieren. Er fände es unverantwortlich, die Tintenwelt und damit die ihm lieb gewordenen Menschen mit einem von ihm unsterblich gemahcten Natternkopf sich selbst zu überlassen. Und so schmiedet er einen gefährlichen Plan... 
Im nunmehr dritten und letzten Band um die Tintenwelt liegt der Fokus sehr auf Mo und seiner Robin-Hood-Rolle als Eichelhäher. Auch Resa kommt mehr und mehr ins Spiel und über Violante "die Hässliche" erfährt man auch mehr als in den Vorgängerbänden. Doch dadurch gerät Meggie in den Hintergrund, was ich sehr schade finde. 
Die Spannung lässt nun doch sehr nach, auch wenn die Autorin immer noch sehr detailliert schreibt. Die letzten 300 Seiten habe ich mich nur noch von Kapitel zu Kapitel gekämpft, und das Ende kam dann doch überhastet.
Schade, dass die Autorin meiner Meinung nach das tolle Niveau der ersten Bände nicht halten konnte. 

Fazit: Ein nicht ganz gelungener Abschluss, einer wirklich guten Idee.

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