Samstag, 26. Mai 2012

Ilija Trojanow - EisTau


Zeno Hintermeier, einst Professor für Glaziologie, hat sein Leben und Arbeiten einem Gletscher in den Alpen gewidmet. Als dieser Gletscher dem Sterben geweiht ist, stürzt Zeno in eine tiefe Krise und gibt seinen Job auf. Jahre später heuert er dank eines Freundes auf einem Kreuzfahrtschiff an, und begleitet die Passagiere als Expeditionsleiter und Lektor auf der Reise in die Antarktis. Doch Zeno ist so gar nicht zufrieden damit, wie seine Mitmenschen mit der vermeintlich unberührten Natur des Südpols umgehen...

Ein ernstes und äußerst wichtiges Thema, das Ilija Trojanow hier angeht. Auch die Geschichte um Zeno, den der Leser hier in Form der Lektüre seines Notizbuches begleiten darf ist gut durchdacht. Nur leider fand ich den Schreibstil schon beinahe grauenhaft. Sehr viele Kommas und fast ausschließlich scheinbar endlose Bandwurmsätze. Ich habe mich mehrmals dabei ertappt, den ein oder anderen Abschnitt zweimal lesen zu müssen.
Fast hätte ich dieses Buch abgebrochen, doch einzig das am Ende der einzelnen Kaptitel (die übrigens mit den aktuellen Koordinaten des Schiffes betitelt sind) eingestreute Kauderwelsch aus Nachrichten und Funksprüchen hat mich so neugierig gemacht, dass ich bei der Stange geblieben bin. Schade, denn ich hatte mir mehr erhofft.

Fazit: Eine sehr gute Idee, die leider am Schreibstil des Autor scheitert, da ein flüssiges Lesen kaum möglich ist.

Bewertung: ★★☆☆☆

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