Dienstag, 12. Juni 2012

Dawn French - Irgendwas geht immer


Für die 49jährige Mo Battle ist der Nachname Programm: Zu Hause herrschen fast täglich Kriegszustände. Während Sohn Peter eine große Affinität zu Oscar Wilde an den Tag legt und nur mit dessen Vornamen angesprochen werden möchte, befindet sich die siebzehnjährige Tochter Dora in der tiefsten Pubertät, was kräftig an Mos Nerven zerrt. Und während Mo versucht den Spagat zwischen Vollzeit-Psychologin und Familien-Mutter zu meistern, glänzt ihr reizender Ehemann Denys offensichtlich mit Abwesenheit und kümmert sich aufopferungsvoll um den PC.

Die Geschichte beginnt wunderbar spannend und humorvoll. Nur leider büßt der Roman über die Seiten hinweg so einiges an Spannung ein. Ich habe ungefähr die Hälfte des Buches gewartet, dass endlich etwas passiert. An Wortwitz und Charme hat der in Tagebuch-Form geschriebene Roman zu keiner Zeit verloren. Großartig abwechslungsreich sind die verschiedenen Einträge von Mo, Dora und Oscar geschrieben und während letzterer mit ähnlich hochtrabendem Schreibstil erheiterte, wie der original Oscar Wilde zu seiner Zeit gesprochen haben muss, lässt sich aus Doras Seiten eine unglaubliche Unsicherheit herauslesen, die sie mit Wut und Hass auf ihre Mutter zu überspielen versucht.

Das Cover ist an und für sich recht schlicht, glänzt aber mit großartigen Details und einem Druck auf dem Schnitt.

Fazit: Eine wunderbar komische Lektüre, die für einige Lacher sorgt und mit der sich bestimmt so mancher identifizieren kann. Doch leider büßt sie einiges an Spannung ein, worauf ich ungewöhnlich lange für das Lesen des gesamten Buches benötigt habe.

Vielen Dank an vorablesen.de und den Ullstein-Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Bewertung: ★★★☆☆

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