Freitag, 13. Juli 2012

Katzenbach, John: Die Rache


Lodi, Kalifornien 1968: Eine kleine Gruppe Radikaler plant ihren ersten großen Coup. Eine kleine provinzielle Bank soll überfallen werden um ihre weiteren Aktionen zu finanzieren. Doch leider geht dieses Vorhaben schief, denn die Wachmannschaft verhält sich wider Erwarten vorschriftsgemäß. Die beiden Fluchtwagenfahrer, das Pärchen Megan und Duncan können unerkannt fliehen und beginnen ein neues Leben. Als achtzehn Jahre später die damalige Rädelsführerin Olivia aus dem Gefängnis entlassen wird, beginnt für die Megan und Duncans Familie ein Alptraum, denn Olivias jahrelang geschürter Hass fordert Rache...

John Katzenbach präsentiert hier eine außergewöhnlich spannende Geschichte. Er lässt den Leser anfangs etwas im Dunkeln, warum das Ganze eigentlich passiert, um es ihm dann im Richtigen Augenblick zu servieren. Der Spannungsbogen bleibt konstant und das ohnehin flotte Buch wird im letzten Drittel noch rasanter. Dort sorgt der Autor auch für guten Humor. Doch das müsst ihr selbst nachlesen.
Einzig vernachlässigt fand ich in dem Buch eine gewisse Tiefe der Protagonisten. Sie bleiben reichlich blass. Natürlich wird erklärt, warum sie das Ganze gestartet haben, doch kam das meiner Meinung nach während der Geschichte nicht authentisch rüber. Daher auch etwas Punktabzug.
John Katzenbach begleitet hier abwechselnd die verschiedenen Protagonisten aus der Vogelperspektive, wodurch man eine gute Einsicht in die Situation der jeweiligen Person erhält und das  Geschehen sehr gut mitverfolgen kann.

Fazit: Ein packender Thriller, dessen Handlung sich tatsächlich so ereignen könnte, und der sich flott durchlesen lässt.

Bewertung: ★★★

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