Donnerstag, 5. Juli 2012

Zusak, Markus: Die Bücherdiebin


Deutschland 1939. Bei ihrer Reise zu den künftigen Pflegeeltern stirbt Liesels kleiner Bruder im Zug. Bei der übereilten Beerdigung ereilt Liesel die Gelegenheit, ihr erstes Buch zu stehlen: das "Handbuch für Totengräber" fällt dem Lehrling des Bestatters aus der Tasche. Da Liesel zu der Zeit noch nicht lesen kann, liegt ein langer, beschwerlicher Weg vor ihr, dem Buch seine Geheimnisse zu entlocken. Hilfe erhält sie hierbei von ihrem Pflegevater Hans, der dem Mädchen in langen Nächten die Buchstaben und Wörter liebevoll näherbringt. Und während Liesel ihre Leidenschaft zu Büchern entdeckt und einige weitere stiehlt, begegnet sie auch immer wieder dem Tod, denn Nazi-Deutschland befindet sich mittlerweile im Krieg...

"Der Tod hat auch ein Herz" schreibt der Erzähler auf einer Seite. Und wer sollte es auch besser wissen, denn es ist der Tod selbst, der hier die Geschichte eines jungen Mädchens schreibt, das in den Wirren des Krieges immer wieder seinen Weg kreuzt.
Markus Zusak hat mit "Die Bücherdiebin" einen wunderbaren Roman über das Leben, den Tod, die Freundschaft und die Liebe geschrieben. Er wählt einen zugleich Jugendlichen und poetischen Schreibstil, der das Lesen zu einem unglaublich kurzweiligen Vergnügen machen.
Ich habe kaum bemerkt, wie schnell die Zeit beim Lesen vergangen ist und dieses großartige Buch mit nur wenigen Unterbrechungen fast in einem Rutsch durchgelesen.

Bereits die Aufmachung des Buches fand ich außergewöhnlich schön. So sind die kurzen Kapitel gespickt mit Ansichten und Bemerkungen des erzählenden Todes, und die Illustrationen im Buch sind mehr als gelungen.

Fazit: Eine außergewöhnliches und ganz besonderes Buch über Bücher, das ihr unbedingt lesen solltet! Es hat sich meinen Favoriten-Status redlich verdient. Absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung: ★★★★★

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