Samstag, 22. September 2012

Gordon Reece: Mucksmäuschen


Ich finde es schwierig, für dieses Buch eine Rezension zu schreiben, ohne zu viel von der Handlung preiszugeben, daher müsst ihr euch mit der kurzen Zusammenfassung begnügen:

Ein abgelegenes Cottage in England: Hier haben sich Shelley und ihre Mutter ein neues, ruhiges Leben aufgebaut. Beide sind typische Opfer. Mäuse, die sich nach intensivem Mobbing vor den grausamen Mitmenschen so gut wie möglich verstecken wollen. Doch eines Nachts dringt ein zugedröhnter junger Mann in ihre Festung ein, die Rivers werden gefesselt und beleidigt. Da reißt bei Shelley plötzlich der Faden und ein furchtbares Unglück geschieht.

Dieser Jugend-Triller ist spannend und flüssig erzählt. Gordon Reece gelingt es, mit wenigen Worten das Grauen, das Shelley passiert ist zu beschreiben. Das Buch lässt sich in einem Rutsch durchlesen, denn ich wollte immer unbedingt wissen, was im nächsten Kapitel geschieht, und vor allem auch, was Shelley in der Schule passiert ist.
Das junge Mädchen, das ganz offensichtlich schreckliches erlebt hat, erregt sofort Mitgefühl beim Leser. Ihr wurde grausames angetan, was jeden, der selbst einmal Opfer solcher Gemeinheiten war, sicher nicht kalt lässt. Man möchte Shelley des öfteren in die Arme nehmen und trösten.
Ihre Mutter stieß bei mir jedoch immer wieder auf Unverständnis. Sie war mir einfach zu schüchtern für eine erwachsene Frau.
Beide machen im Laufe der Geschichte eine "positive" Wandlung durch, was mir sehr gefallen hat. Doch ging mir manches davon zu sprunghaft.

Das Cover für diesen Jugend-Thriller ist schlicht und treffend gewählt. Denn es lässt bereits schließen, dass in dieser Geschichte einiges an Blut spritzt.

Fazit: Ein gelungenes Jugendbuch, das trotz weniger Schwächen für eine gute Unterhaltung und kurzweilige Lesestunden sorgt. Von mir gibt es dafür ganz klar eine Leseempfehlung!

Bewertung: ★★★★

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