Samstag, 27. Oktober 2012

Angelika Schwarzhuber: Liebesschmarrn und Erdbeerblues


Lenes Traummann Michi lässt sie an der bayrischen Liebe zweifeln, als der attraktive Anwalt ihr seine Liebe gesteht. Doch Michis "I hob mi fei sakrisch in die valiabt" treibt die Passauerin nicht in seine Arme, sondern zur Flucht. Sie ist überzeugt, im bayrischen gibt es keine vernünftige Liebeserklärung und löst damit eine rege Diskussion über die weiß-blaue Liebe aus.
Und schon bald stehen einige Männer zur Stelle, die Lene das Gegenteil beweisen wollen und für einige Wirren sorgen.

Die Autorin lässt den Leser in Lenes Ich-Perspektive an ihrer Suche nach der Bayrischen Liebe teilhaben. Die Hauptdarstellerin ist sofort sympathisch und die überwiegende Mehrheit der Nebendarsteller ebenso. Die Fettnäpfchen und das zugehörige Chaos in das die Niederbayerin immer wieder stürzt, verstärken das Gefühl noch. Wer mag schon eine perfekte Protagonisten vor die Nase gesetzt bekommen?
Der Roman ist spannend und witzig geschrieben mit einigen unvorhersehbaren Wendungen. Der flüssige Schreibstil lässt an Kerstin Gier erinnern, die ebenso wie Angelika Schwarzhuber dem Leser auf einigen Seiten ein Lächeln auf das Gesicht zaubern kann. 
Lenes Geschichte ist so spannend, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag.

Auf dieses Buch aufmerksam geworden bin ich durch das liebevoll gestaltete Bayrisch-Blau-Weiße Cover, das wirklich hervorragend zu diesem Buch passt.

Ein Besonderes Schmankerl hat sich Angelika Schwarzhuber für den Schluss aufgehoben. Hier findet man alle Gerichte, einschließlich des Familienrezeptes für die Wodka-Erdbeermarmelade zum Nachkochen. 

Fazit: Für alle Bayern und auch Nicht-Bayern ein ganz besonderes Buch über die Liebe. Hierfür gibt es den Favoriten-Status und eine absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung: ★★★★★

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