Freitag, 23. November 2012

Ann Granger: Mord ist aller Laster Anfang


Meredith Mitchell ist nach jahrelangem Auslandsaufenthalt wieder zurück in ihrer Heimat England. Sie soll an der Hochzeit ihrer Nichte Sara teilnehmen. Doch das kleine Dorf, in dem ihre einzigen Verwandten leben ist nicht gerade freundlich gesotten. Überall herrscht Neid und Zwietracht zwischen den Bewohnern, bei den Alteingesessenen wie den Zugezogenen. Da sollte es nicht wundern, dass Meredith eines Tages die Leiche des jungen Künstlers Philipp Lorrimer und dessen Siamkatze findet. Meredith und Inspektor Markby, Saras Brautführer, beginnen zu ermitteln...

Ann Granger erzählt diese Geschichte aus Meredith Mitchells Sicht. Der Krimi ist einigermaßen flüssig geschrieben, die Spannung lässt jedoch lange auf sich warten. Der Leser muss sich erst ein mal durch gut 100 Seiten Hochzeitsgeplänkel und Vergangenheitsbewältigung kämpfen. Und auch auf die Leiche wartet man bis zur Hälfte des Buches vergeblich. Doch ab dann gewinnt Buch und Geschichte an Fahrt. Die Autorin beschreibt die Schauplätze sehr detailgenau, ich hatte jedoch das Gefühl, dass die Protagonisten dadurch sehr blass bleiben.
Das Ende wiederum hat mich überrascht und trotz des schweren Einstiegs meine Neugierde auf den zweiten Teil geweckt. Ich hoffe, dort geht es früher zu Sache, da man die Hauptprotagonisten dann ja bereits kennt.

Fazit: Durchhalten! Wer die ersten 150 Seiten geschafft hat, wird doch noch mit einem spannenden Kriminalfall belohnt. Ich hoffe auf einen besseren Teil 2.

Bewertung: ★★★☆☆

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen