Samstag, 8. Dezember 2012

Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt


Alexander von Humboldt macht sich auf in die "Neue Welt" um Land, Leute und Pflanzen zu erforschen. Mit von der Partie ist sein treuer Gefährte, der Franzose Bonpland. Beide vermessen mit einer akribischen Genauigkeit das Land und erstellen detaillierte Karten. Derweil macht Mathematikgenie und Astronom Carl Friedrich Gauß in der Heimat das Gleiche. Wenn auch nicht aus Hingabe und Forschungsdrang sondern aus Geldmangel.

In diesem Buch wird abwechselnd aus Sicht Humboldts und Gauß' erzählt. Im letzten Drittel kommt auch noch kurz Bonpland und Gauß' Sohn Eugen zu Wort.
Wobei der Forschungsreise mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird als Gauß' mathematischem Genie. Dessen Landvermessung gerät gut der Hälfte des Buches ziemlich ins Hintertreffen.
Zum Schluss, als ich dachte, das Schlimmste bereits hinter mir zu haben, wird die Geschichte nochmal richtig konfus.
Das gänzliche Fehlen von Anführungszeichen und der verwirrende Schreibstil von Daniel Kehlmann lassen die kaum vorhandene Spannung gänzlich verschwinden. Dies ist wahrlich keine leichte Lektüre und meiner Meinung nach auch absolut keine "literarische Sensation" wie das Buch auf seinem Rücken bezeichnet wird. Von dem angepriesenen "hintergründigen Humor" habe ich nichts entdeckt.

Fazit: Diese langatmige und wenig spannende Erzählung der historischen Landvermessung muss man nicht wirklich gelesen haben. Ich habe mich durch die 302 Seiten wirklich hindurchgequält, und bin froh, dass ich dafür kein Geld ausgegeben habe. Was meine Freundin, die mir das Buch gegeben hat, daran so begeisterte, muss ich erst noch rausfinden....

Ich vergebe einen Punkt für die offensichtlich gute und ausführliche Recherchearbeit des Autors.

Bewertung: ☆☆☆☆

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