Freitag, 15. Februar 2013

Sarah Addison Allen: Mein zauberhafter Garten


Im kleinen Städtchen Bascom, North Carolina, tragen sich merkwürdige Dinge zu. Die Clarke-Frauen hatten immer schon eine starke erotische Anziehungskraft, die Hughes-Männer heirateten immer schon ältere Frauen... Und die Waverleys waren von jeher immer etwas seltsam. Vor allem ihr Garten, in dem sich ein Apfelbaum befindet, der ein Eigenleben zu besitzen scheint. Und Claire Waverley besitzt zudem noch ein ungewöhnliches Pflanzenwissen, sie vermag mit Blumen in ihren Rezepten die Menschen zu verzaubern. Sie ist eine Eigenbrötlerin, die erst beginnt aufzutauen, als ihre lange Abwesende Schwester Sydney wieder in Bascom auftaucht...

Ich bin sehr zwiegespalten beim Bewerten dieses Buches. Die Story an und für sich und die Charaktere waren eine gute Idee. Die Umsetzung kam mir aber etwas unüberlegt, unstrukturiert und zum Ende hin hektisch vor. Auch eine gewisse Tiefgängigkeit sucht man vergebens in den wenigen Seiten.
Einer der wenigen Pluspunkte: der flüssige und angenehme Schreibstil der Autorin.
Sarah Addison Allen hätte hier gerne noch mindestens 100 Seiten mehr in ihre Geschichte investieren können um den Leser mir ihrer zauberhaften Idee auch verzaubern zu können.
So ist der Roman nur eine schnelle Lektüre für zwischendurch, die sicher nicht lange im Gedächtnis hängenbleibt, da hierfür einfach zu wenig in den ersten 200 Seiten und zu viel in den verbleibenden 80 Seiten passiert...
Ein dicker Minuspunkt für den Verlag: Die auf dem Buchrücken angedeuteten Ereignisse treten entweder sehr spät oder gar nicht auf. Von einem Plan den die Schwestern schmieden ist in der Geschichte so gar keine Rede!

Fazit: Falsche Informationen auf dem Klappentext verwirren den Leser und schüren Erwartungen, die das Buch einfach nicht halten kann. Eine tolle Idee, die schlecht umgesetzt wurde. Keine Leseempfehlung von mir!

Bewertung: ★★☆☆☆

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