Montag, 4. Februar 2013

Ursula Poznanski: Saeculum


Als Medizinstudent Bastian aus gutem Hause die Einladung erhält, bei einem Mittelalter-Rollenspiel teilzunehmen, weiß er noch nicht, auf was er sich einlassen wird. Seine neue Bekanntschaft Sandra kann ihn nicht auf alles vorbereiten. Denn nicht nur, dass er alles das nicht mit dem 14. Jahrhundert zu tun hat (seine Brille eingeschlossen) zurücklassen muss: Auf dem verlassenen Ort des Geschehens liegt offenbar ein Jahrhunderte alter Fluch, der sich nun zu bewahrheiten schein. Und so wird ein harmloses Spiel zu einer Verzweifelten Suche nach einem Ausweg...

Ich bin immer noch ganz geplättet von dem Buch. Ursula Poznanski wirft ihre Leser förmlich in eine Mittelalterliche Welt voller Spannung und Überraschungen. Das Buch ist so bestechend flüssig und packend geschrieben, dass ich es mehr verschlungen als gelesen habe. Jede Unterbrechung habe ich bedauert. Die kurzen Kapitel des wahrlich düster gestalteten Buches ließen mich nur noch mehr an dem Buch kleben.
Die wahnsinnige Vielfalt der Gefühle, mit denen die Autorin den Leser bombadiert haben mir fast den Atem genommen.
Bastian, den der Leser meist begleiten darf, ist sofort sympathisch und authentisch. Jeder Leser kann sofort verstehen, dass er sich aufgrund der Schwärmerei für Sandra für die Teilnahme an der Convention der Mittelalter-Gruppe "Saeculum" begeistert hat.
Mein einziges Manko an der Geschichte waren die mir unzureichenden Beschreibungen der Orte. Hier hätte ich mir noch etwas mehr gewünscht, denn dann wäre mein Kopfkino noch etwas besser in Schwung gekommen.

Fazit: Ein irre rasantes Buch. Auf förmlich jeder Seite passiert etwas! Eine tolle Leseerfahrung, die ich natürlich vorbehaltlos weiterempfehlen kann. Volle Punktzahl ist dem Buch auch sicher, für den Favoritenstatus reicht es leider nicht ganz.

Bewertung: ★★★★★

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