Sonntag, 3. März 2013

Alexandra Adornetto: Halo


Drei von Gott gesandte Engel mischen sich unter das Volk des Kleinstädtchens Venus Cove. Gabriel, Ivy und Bethany sollen das Böse aus dem Ort vertreiben und die Menschen wieder einander und Gott näher bringen. Als Bethany eines Tages Xavier Woods begegnet, tritt die himmlische Mission für sie in den Hintergrund. Sie verliebt sich unsterblich in den christlichen Vorzeigesohn. Eine Verbindung, die im Himmel nicht gerade für Begeisterung sorgt...

Zu diesem Buch habe ich schon einige zwiespältige Rezensionen gelesen. Dementsprechend ging ich mit relativ geringen Erwartungen an diese Geschichte heran. Leider konnte die junge Autorin nicht einmal diesen entsprechen. Man merkt dem sprachlichen Stil sofort an, dass dieses Buch von einem wirklich jungen Menschen geschrieben wurde, und auch die deutschen Übersetzer und Lektoren scheinen Abschnittweise bei ihrer Arbeit nicht gerade bei der Sache gewesen zu sein. Rechtschreib- und Grammatikfehler sprangen mir immer wieder ins Auge.
Dieses Buch ist aus der Ich-Perspektive des Engels Bethany geschrieben. Doch die Protagonisten, allen Voran Bethany und Xavier konnten mich leider alles andere als überzeugen.
Xavier ist einfach ZU gut, ZU unschuldig und ZU sehr auf Bethany fixiert.
Bethany hat mich die meiste Zeit einfach nur genervt, sodass ich oft den Kopf wegen ihr schütteln musste. Man sollte meinen, ein 70 Jahre alter Engel besitzt zumindest einen Hauch von Selbstbewusstsein und Urteilsvermögen!
Die Beziehung der Beiden basiert auf Xaviers Liebe und Beschützerinstinkt, der soweit geht, dass er Bethany regelrecht in einen Kokon steckt und ihr sogar vorschreibt, wann sie zu essen und zu trinken hat.  Und Bethany lässt sich das auch noch gefallen und findet es toll, dass es einen Menschen gibt, der ihr alle Entscheidungen und Ängste abnimmt...
Natürlich weiß ich, dass wir hier über einen Engel reden, aber ich finde es doch fragwürdig, welches Frauenbild die Autorin den doch zumeist jungen Leserinnen serviert!
Auch Gabriel und Ivy konnten mich nicht überzeugen. Sie waren mir zu wankelmütig, was ihre Haltung gegenüber Bethanys Vermenschlichung und ihrer Liebe zu Xavier betrifft.
Die Handlung an sich plätschert 95% des Buches nur so dahin. Wenn wirklich einmal etwas wichtiges passieren sollte, wird dies flott und unspektkulär abgehandelt, um die Hauptprotagonistin im Nachhinein seitenlang darüber nachdenken zu lassen...

Fazit: Eine wirklich gute Idee, die meiner Meinung nach unzureichend umgesetzt wurde. Man hätte daraus wesentlich mehr machen können. Einzig meine Hoffnung, dass noch etwas wirklich spannendes passiert, hielt mich bei der Stange. Die beiden Folgebände der Trilogie werde ich mir wohl nicht antun... Keine Leseempfehlung von mir!

Bewertung: ☆☆☆☆

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