Mittwoch, 13. März 2013

David Safier: MUH!


Als die Kuh Lolle eines Tages vor Liebeskummer weinend auf den italienischen Weltenbummler-Kater Giacomo trifft, wird ihr ganzes Weltbild auf den Kopf gestellt: Es gibt nochviele andere Orte neben ihrer Weide auf einem ostfriesischen Bauernhof! Dann erfährt Lolle, dass der Bauer den Hof verkaufen und alle Kühe uns Stiere schlachten lassen will. Kurzerhand wird ein Aufstand probiert und Lolle ist mit ihren besten Freundinnen Hilde und Radieschen auf der Flucht. Ihr Ziel: Indien, denn Giacomo hatte ihr von dem Kuh-Paradies erzählt, in dem Kühe heilig sind. Dort will Lolle ohne ihren untreuen Stier Champion glücklich werden...

Ich war vor zwei Jahren total begeistert von Safiers Vorgängerromanen "Mieses Karma", "Plötzlich Shakespeare" und "Jesus liebt mich". Doch "MUH!" hat mich sehr enttäuscht. Die Hauptprotagonisten sind durchweg naiv und klischeebehaftet. Manches Mal füllten die Gespräche über die Körperausscheidungen der Kühe ganze Seiten. Also im Wahrsten Sinne alles "dumme Kühe". Als ich schon dachte, es kann nicht mehr schlimmer kommen, kam die Szene mit dem Frosch als Schwangerschaftstest und Radieschens "Geständnis".
Das Cover zeigt ja schon, mit welchen Hauptprotagonisten man es zu tun bekommt. Den "unwiderstehlichen" Stier Champion und die treu-doofe und naive Kuh Lolle.
Die Botschaft, die in Safiers Büchern die Hauptrolle spielt, hier nämlich die "Suche nach dem Glück" ist eine gute Idee, die der bisher so talentierte Autor sicherlich besser hingekriegt hätte. Meiner Ansicht nach sollte er bei den Menschen als Hauptcharakteren für seine Bücher bleiben, denn das hier ging gründlich in die Hose. Von seinem köstlichen Humor und witzigen Dialogen fand ich in diesem Buch leider reichlich wenig.
Der Schreibstil ist so einfach, die Sätze größtenteils so kurz dass nicht nur die Gespräche sonder die ganze Geschichte einfach platt wirkt und ich mehrmals mit dem Gedanken gespielt habe abzubrechen. Meine Hoffnung, es würde sich noch etwas bessern, wurde bis zum Schluss hin enttäuscht.
An und für sich finde ich auch den Stolzen Preis doch sehr übertrieben für diese wahrlich dünne Geschichte mit gerade mal etwas über 300 Seiten...

Fazit: Das können Sie doch besser, Herr Safier! Für dieses Buch gibt es von mir keine Leseempfehlung!

Bewertung: ☆☆☆☆

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