Sonntag, 31. März 2013

Micha Krämer: Keltenring


Im Mai 2007 geht ein Zeitreiseexperiment im Thüringischen Jonastal entsetzlich schief. Statt nur ein "Telefongespräch" mit einer anderen Zeit zu führen, wird der Enkel des Initiators ins Nazideutschland Ende 1944 geschleudert. Tom Berger versucht fieberhaft in seine Zeit zurückzukehren, doch ein Bündnis mit den Nazis, allen voran dem cholerischen Obersturmbannführer Maurer, kommt für sein Gewissen nicht in Frage...

Das Romandebüt von Micha Krämer hat mich von den Socken gehauen. Einmal angefangen, konnte ich mich nur schwer von dem Buch trennen. Das hatte ich nun wirklich nicht erwartet. Zumal ich schnell wusste, worauf die Geschichte hinauslaufen würde.
Doch Tom Berger in der 2007er Gegenwart und im Dezember 1944 zu begleiten war grandios. Micha Krämers einfacher und dennoch bildhafter Schreibstil war so angenehm zu lesen, wie ich es mir von manch einem seiner Kollegen wünschen würde. Die gut 300 Seiten waren mir viel zu schnell vorbei.
Tom Berger war mir sofort sympathisch, obwohl er ein reicher, verwöhnter Bengel zu sein schien. Auch die anderen wichtigen Personen schloss ich als Leser gleich ins Herz. Welche das sind, müsst ihr selbst rausfinden, ich möchte hier keinesfalls zu viel verraten ;)
Eine tolle Geschichte über Hass, Verzweiflung, Angst und Mut.

Fazit: Micha Krämer hat sich mit der Zeitreise ins Nazideutschland ein etwas heikles Thema ausgesucht und seine Geschichte großartig umgesetzt! Absolute Leseempfehlung und Favoritenstatus von mir!

Bewertung: ★★★★★

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