Mittwoch, 1. Mai 2013

Christina M. Fischer: Dämonenbraut


Eine Virus-Epidemie vor 60 Jahren spaltete die Bevölkerung in zwei Lager: Menschen und sogenannte A-Normalos, die das Virus in sich tragen und sich früher oder später in Hexen, Vampire, Werwölfe oder Dämonenbräute verwandeln. Sophie Bernd ist eine Dämonenbraut und in der Lage, in brenzligen Situationen dämonische Hilfe aus einer anderen Dimension zu holen. Sie arbeitet für eine Agentur, die Verbrechen von A-Normalos aufklären soll. Eines Tages trifft sie an einem Tatort ein besonders böses Wesen: einen schwarzen Magier. Zusammen mit ihrem Partner Julius, einem angehenden Vampir versucht sie den Fall zu lösen, und unschuldige Menschen zu retten. Dadurch trifft sie aber immer öfter auf den Hexenmeister Samuel, der seit 4 Jahren um sie wirbt und vor dem sie bisher immer geflüchtet ist. Doch es bemühen sich noch mehr um Sophies Gunst...

Ich hatte einen etwas holprigen Einstieg in das Buch. Für die ersten 30 Seiten brauchte ich 3 Tage... Immer kam irgendetwas dazwischen oder ich hatte nach nur wenigen Seiten einfach keine Lust mehr zu lesen. Außerdem waren anfangs einfach zu viele parallelen zu Kit Whitfields "Wolfspur", das ich im Dezember gelesen hatte. Eine Chance wollte ich dem Buch gestern Abend aber noch geben... und siehe da, ich konnte mich plötzlich nur noch schwer loseisen. Sophie als taffe, selbstständige Agentin hat mir sehr gefallen. Doch leider konnte ich ihre Gedanken nicht immer ganz nachvollziehen. Auch ihre Entscheidungen (vor allem, das was ihr Privatleben betraf) gingen mir oft einfach zu schnell.
Ihren Partner Julius hab ich gleich ins Herz geschlossen, ebenso Sophies beste Freundin Anna. Von beiden hätte die Autorin gerne mehr berichten können. Samuel stand ich die meiste Zeit skeptisch gegenüber, seine Schöpferin machte ihn irgendwie nie greifbar für mich.
Die Geschichte ist sehr gut überlegt, und die Ähnlichkeiten mit "Wolfsspur" verschwanden im Laufe des Buches ganz. Nichtsdestotrotz hätte ich mir die Geschichte an mancher Stelle etwas ausführlicher gewünscht, denn manche Szenen gingen mir einfach zu flott. Der Schreibstil der Autorin war spannend und meist flüssig. Es wurde nur zum Ende hin etwas zu verworren für meinen Geschmack.

Fazit: Alles in allem ein packendes Buch mit genug Potential nach oben. Dass diesem noch weitere Bände folgen werden, verriet nicht nur das Ende, sondern bereits auch die Autorin. Ob ich diese dann allerdings lesen werde, kann ich noch nicht sagen. Eine Leseempfehlung für Urban-Fantasy-Fans spreche ich trotzdem aus ;)

Bewertung:

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