Dienstag, 2. Juli 2013

Arnaldur Indridason: Codex Regius


Kopenhagen 1955: der junge Valdemar hat erstmals in seinem Leben die Isländische Heimat verlassen . Er möchte in Dänemarks Hauptstadt mehr über Islands kostbarste Schätze lernen. Der Professor an der Nordischen Fakultät ist eine Koryphäe auf seinem Gebiet. Das Lernen bei ihm eine Ehre. Doch schon nach der ersten Begegnung ist Valdemar sich seiner Sache nicht mehr so sicher. Der Professor, einst ein sehr angesehener Mann ist dem Alkohol verfallen und dementsprechend cholerischer Gemütsverfassung. Doch als Valdemar den Professor aus einer Patsche Hilft und eine alte Handschrift entziffert wird er in unglaubliche Dinge eingeweiht und in eine Jagd quer durch Nordeuropa verwickelt...

Kleine Schrift, anfangs einige Wiederholungen und eine Geschichte, die entgegen der offiziellen Bezeichnung "Thriller" eher als Roman einzustufen ist, ließen den Lesefluss bei mir leider recht stocken. Und so brauchte ich für dieses  gut 400-Seiten Werk des isländischen Ausnahmetalents knapp 2 Wochen. Seine Krimis um Hauptstadt-Kommissar Erlendur und auch die Einzeltitel "Tödliche Intrige" und "Gletschergrab" hatte ich bereits ausnahmslos verschlungen.
Dieses Buch jedoch verrät äußerst wenig über das Wundervolle Land aus dem Autor und Hauptprotagonisten stammen und die "Verfolgungsjagd" des ungleichen Duos Valdemar und seines Professors ist größtenteils eher langatmig und wirr als kurzweilig und spannend.
Indridasons sprachgewandtheit und Schreibstil haben den "Karren noch ein bisschen aus dem Dreck" gezogen. Und so vergebe ich aufgrund dessen und des sympathischen Ich-Erzählers Valdemar gut gemeinte 3 Fuxxis.

Fazit: Das können Sie besser, Herr Indridason. Ich hatte mir wirklich mehr erhofft bei dieser Lektüre und bin dementsprechend enttäuscht. Ein bisschen mehr kurzweile und Spannung hätten nicht geschadet. Keine Leseempfehlung von mir.

Bewertung:

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