Mittwoch, 24. Juli 2013

Julia Karnick: Ich glaube, der Fliesenleger ist tot


Als Julia Karnick und ihr Mann eines Tages beschließen, Eigenheimbesitzer zu werden, ahnen sie keinesfalls, was damit auf sie zukommt. Es beginnt schon beim Suchen der richtigen Immobilie. Ein fertiges Haus soll es schon sein, doch in Hamburg ist der Markt quasi leergefegt. Als nach monatelanger Suche doch ein Grundstück mit Haus gekauft wurde, wird schnell klar: Abreißen und Neubauen ist klüger und billiger. Es folgt die freudige Zusammenstellung ihres Traumhauses. Doch schon vor Baubeginn werden Bauherrin und Bauherr unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Ein wirklich amüsantes und unterhaltsames Buch über des einen Traum, des anderen Alptraum. Julia Karnick erzählt von großen Träumen, finanzieller Realität, netten und mitdenkenden Elektrikern und furchterregend inkompetenten Installateuren. Und das mit wirklich viel Witz, Ironie und hochgradig spannend. Die Seiten fliegen hier nur so dahin. Kurze Kapitel und die tolle Idee mit der Aufstellung der schier endlosen Baunebenkosten fesselten mich sehr.
Mit Julia unbedarfte Bauherrin fühlt man sehr schnell mit. Manches mal möchte man sie in den Arm nehmen und trösten. In anderen Situationen hingegen muss man regelrecht mit ihr lachen oder sich mit ihr freuen. Stichwort: die Dogge :-D
Abschrecken lasse ich mich von dieser Geschichte erst mal nicht. Aber ich hoffe, dass bei unserem Eigenheim demnächst alles möglichst Glatt läuft. Wenn nicht, schreib ich vielleicht auch ein Buch darüber ;-)

Fazit: Eine Geschichte vom Häuslebauen, der Servicewüste Deutschland und sich schier endlos verzögernden Einzugsterminen. Absolute Leseempfehlung von mir!

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