Mittwoch, 10. Juli 2013

Laura Moriarty: Das Schmetterlingsmädchen


Im Kansas der 20er Jahre beschließt die junge Cora, Hausfrau und Mutter zweier erwachsener Söhne, die Tochter einer Bekannten als Anstandsdame nach New York zu begleiten. Die dickköpfige und meist leichtsinnige Louise Brooks soll in der Weltstadt zur Tänzerin ausgebildet werden. Beide Frauen verfolgen auch noch eigene Ziele, denn Louise möchte nicht wieder nach Wichita zurückkehren und die New Yorker Ungezwungenheit voll auskosten. Und Cora hat ihr ganz eigenes Geheimnis, dessen Spuren sie verfolgen möchte.

Laura Moriarty begeistert den Leser mit einem Buch, das man keinesfalls mehr aus der Hand legen möchte. Die Handlung und der sprachliche Stil haben mich regelrecht fasziniert. Schön gezeichnete Protagonisten, eine davon eine spätere Berühmtheit, verstärkten dieses Gefühl bei mir noch.
Mit Louise musste ich erst warm werden, was mir jedoch trotz ihrer Allüren gelang. Cora hingegen habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Man merkt sofort, sie ist eine warmherzige Frau, die es nicht immer leicht im Leben hatte, aber das Beste aus der jeweiligen Situation gemacht hat.
Die damaligen Gepflogenheiten, man kann sich die Diskussionen der Rocksaumlänge in der heutigen Zeit gar nicht mehr vorstellen, sind sehr schön beschrieben und in die Geschichte eingewebt. Man merkt, wie sehr Cora sich wünscht, zeitgemäß und trotzdem modern und fortschrittlich zu denken und zu Handeln. Und dennoch die Regeln der Tugend zu wahren.
Viel mehr möchte ich über diese berührende Geschichte gar nicht verlieren. Es würde meiner Meinung nach zu viel von der mitreißenden Spannung vernichten.

Fazit: Eine großartige Geschichte über zwei wirklich unterschiedliche Frauen, die in den prüden Zwanzigern für ihre Träume und ihr Glück kämpfen. Das Buch wandert sofort auf meine Favoritenliste. Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!!!!

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