Samstag, 10. August 2013

Eric Berg: Das Nebelhaus


15 Jahre haben sich die ehemaligen Revolutionäre der "Grünen Zora" nicht gesehen: Yasmin, Timo, Philipp und Leonie. Jeder lebt sein eigenes, mehr oder weniger glückliches Leben. Bis Timo die Gruppe über Facebook wieder zusammenbringt. Der erfolgreiche Architekt Philipp lädt die ehemaligen Freunde gleich für vier Tage in sein Haus auf Hiddensee ein. Doch was als lockeres Wiedersehen gedacht war, endet in der "Blutnacht von Hiddensee", in der 3 Menschen getötet und ein weiterer schwer verletzt wird.
Doro Kagel soll zwei Jahre nach dem Massaker einen Artikel über die Geschehnisse auf Hiddensee schreiben und gerät mit ihren Nachforschungen immer tiefer in den Sog der Mordnacht.

Eric Berg erzählt seinen Kriminalroman abwechselnd aus Sicht der Journalistin Doro Kagel und den wiedergefundenen Freunden vor der Blutnacht.
Der Klappentext las sich wirklich spannend, und auch meine Vorredner waren überwiegend begeistert vom Buch. Doch für mich war die Geschichte zu großen Teilen ein Kampf gegen die Langeweile.
Die Protagonisten bleiben allesamt zu blass. Ihre Gefühle und Gedanken war einfach nicht wirklich greifbar. Ich konnte mit keinem, weder in der Gegenwart noch in der Vergangenheit eine Verbindung aufbauen. Viele Beschreibungen und Details haben vergeblich auf sich warten lassen.
Der Schreibstil war einfach nur konfus. Mal einfache, flüssige Sätze und dann wieder verworrene Schachtelsätze, die dem Lesefluss nicht gerade zuträglich waren. Es wirkte oft erzwungen, gestelzt und äußerst holprig.
Die Spannung klammert sich hauptsächlich an die Tatsache, dass erst zum Ende hin die Namen der Toten aufgedeckt wurden. Das war auch das Einzige, das mich bei der Stange hielt. Sonst hätte ich das Buch wohl abgebrochen.

Fazit: Holprige Sprache, wenig Spannung. Einzig die Auflösung der Morde ganz zum Schluss hat dem Buch noch einen Pluspunkt beschert. Keine Leseempfehlung von mir.

Bewertung:

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