Montag, 2. September 2013

Noelle Chatelet: Die Klatschmohnfrau


Marthe ist 70 und in ihrem langweiligen Leben gefangen. Jeden Tag steht sie nach einem Seufzen auf, macht sich einen Ceylon-Tee und trinkt Nachmittags im "Trois Canons" einen Eisenkrauttee. Zur gleichen Zeit trinkt ein weiterer Stammgast - der Mann mit den tausend Halstüchern - dort seinen Kaffee. Eines Tages richtet er seine Aufmerksamkeit dabei Marthe. Dieser Tag läutet für sie einen neuen Abschnitt ein. Sie bricht aus ihrem langweiligen Leben aus, trinkt fortan Kaffee statt den langweilien Tee und verliebt sich in Felix - den Mann mit den tausend Halstüchern...

Die Autorin erzählt die Geschichte von Marthes spätem Frühling mit einer poetischen, bildgewaltigen und farbenprächtigen Sprache, die einem den Atem verschlägt.
Viel mehr gibt es über diese 152-seitige Geschichte auch nicht zu erzählen, ohne zu viel zu verraten. Doch länger hätte die Geschichte auch nicht sein müssen. Es stimmt genau so wie es ist.
Man hat das Büchlein in kürzester Zeit verschlungen und möchte es zu keiner Zeit aus der Hand legen.
Einfach großartig!

Fazit: Eine liebevoll erzählte Geschichte über den späten Frühling einer langweiliger Bahnen festgefahrener Rentnerin. Absolute Leseempfehlung von mir!

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