Freitag, 27. September 2013

Susan Beth Pfeffer: Life as we knew it (Moon Crash Series 01)


Miranda ist ein ganz normaler 16jähriger Amerikanischer Teenager. Ihr Leben ist geprägt von Freunden, Familie, Schule, Hobbys und Träumen. Als ein Asteroid auf dem Mond einschlagen soll, ist das für den Großteil der Bevölkerung in Mirandas Heimatstadt Howell, Pennsylvania ein gigantisches Schauspiel. Doch die Astrologen haben sich allesamt verrechnet, der Einschlag ist keinesfalls harmlos. Der Asteroid wirft den Mond aus seiner Bahn und hebt somit auch die Erde aus ihren Angeln: die Gezeiten, das Wetter, alles spielt verrückt. Es beginnt ein Kampf ums überleben und nur noch die Familie zählt...

Der Leser nimmt in Tagebuchform ab 17. Mai, wenige Tage vor dem Asteroideneinschlag am Geschehen teil. Miranda erzählt von ihren Träumen, ihrem Leben und ihrer Familie. Nach der Katastrophe schreibt sie zudem vom Überlebenskampf in dieser neuen, feindlichen Welt. Ein Hauptaugenmerk wird auf das Essen gelegt. Denn es wird streng rationalisiert.
Die Autorin beschreibt also weniger die durch den Mond ausgelösten Umweltkatastrophen, sie konzentriert sich auf Miranda und deren Mikrokosmos.
Die Tagebuchartige Erzählweise lässt dem Leser viel Einblick in Miranda und ihren Gefühlen und Gedanken. Die anderen, auch ihre Familie sind daher eher Nebendarsteller. Unsere Hauptperson wirkt sympathisch, praktisch und bodenständig im vergleich zu ihren Freundinnen Megan und Sammi. Eine der beiden erntete von mir nur Kopfschütteln. Doch interessant ist es mitzuerleben, wie unterschiedlich die einzelnen Personen auf das Schicksal reagieren. Das hat Susan Beth Pfeffer meiner Ansicht nach sehr gut hinbekommen.
Die kurzen Abschnitte und die besondere Erzählweise lassen das Buch spannend bleiben, auch wenn nicht allzu viel "überraschendes" passiert nach dem Einschlag. Aber man möchte dann doch immer wissen wie es weitergeht. Dennoch hat die Reihe noch etwas Potential nach oben. Und wer großartige Action erwartet a la "Tribute von Panem" ist hier gänzlich falsch.
Da ich dieses Buch in der englischen Originalversion gelesen habe, noch ein paar Worte zum Verständnis. Dieses Buch kann man wirklich ohne Probleme in Englisch lesen. Der einfache Satzbau und die einfach gehaltene Tagebuchform bereiten wirklich keine Probleme.
Das Cover dieser Ausgabe passt auch wie die Faust aufs Auge und ist einiges ansprechender als das der Deutschen Version.

Fazit: Der Auftakt zu einer Dystopie-Reihe, deren Thema nicht ganz so abwegig ist. Der Weltuntergangs-Roman kommt eher in ruhigerem Fahrwasser daher. Ist aber trotzdem ganz schön spannend. So richtig vom Hocker gehauen hats mich aber leider nicht. Eine Leseempfehlung gibts dennoch.

Bewertung:

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