Samstag, 14. September 2013

Vincent Kliesch: Die Reinheit des Todes (Todes-Trilogie 01)


Julius Kern wird als Verstärkung zurück an seinen alten Einsatzort Berlin gerufen. Dort bietet sich ihm ein bizzares Bild: ein bis aufs letzte akribisch gesäuberter Tatort. Die Leiche einer Apothekerin liegt in reinweißem Hemd aufgebahrt auf dem Küchentisch, nur ein winziger Fleck Asche stört das Bild... Kerns Kollegen und Freund Quirin tappen seit Monaten im Dunkeln was den "Putzteufel" betrifft. Doch nicht alle sind begeistert, dass er das Team verstärkt, denn Julius Kern ist vor 3 Jahren fast am Freispruch des von ihm überführten Massenmörders Tassilo zerbrochen. 
Während Kern und sein Team versuchen, die wenigen Puzzleteile zusammenzufügen, sucht der "Putzteufel" Raphael nach weiteren Menschen, die seiner Hilfe bedürfen. 

Der Comedian Vincent Kliesch schrieb hier einen großartigen Debütroman. Kurze Kapitel und immer wieder stückchenweises Heranführen an die gemeinsame Vergangenheit von Kern und Tassilo lassen der Langeweile überhaupt keine Chance. Man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, um ja schnellstmöglich zu erfahren, was damals zwischen Tassilo und seinen Opfern geschah, und ob bzw. wie Julius Kern dem "Putzteufel" auf die Schliche kommt. 
Der Autor besticht durch einen schnörkellosen, einfachen Schreibstil, der den Leser regelrecht am Geschehen teilhaben lässt. Vincent Kliesch begleitet in seinem Thriller hauptsächlich Hauptkommissar Julius Kern und Raphael, schwenkt aber auch immer wieder zu den Nebendarstellern, wodurch sich dem Leser ein klares und detailliertes Bild fast aller Protagonisten erschließt. 

Fazit: Ein großartiger Auftakt zu einer Thriller-Reihe, der große Lust auf Mehr von diesem außergewöhnlichem Debüt-Roman macht. Absolute Leseempfehlung von mir!

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