Sonntag, 13. Oktober 2013

J.A. Souders: Renegade - Tiefenrausch


Evelyns Leben ist perfekt. Die 16jährige ist die Tochter des Volkes und lebt mit Mutter und Vater im Unterwasser-Exil "Elysium". Evie ist ein wunderliches Mädchen, oft vergesslich und tief in Gedanken versunken. Als der Oberflächenbewohner Gavin in die Unterwasserstadt eindringt und Zeit mit Evie verbringt, kommen sie beide langsam hinter das grausame und menschenverachtende Spiel, das Mutter so treibt...

J.A. Souders präsentiert einen Dystopie-Roman für Jugendliche mit einer grandiosen Idee: Nach Jahren des Krieges hat sich Elysiums Bevölkerung abgespalten und in die Unterwasserwelt zurückgezogen. Mutter, die dort das Leben organisiert und über das Gesetz wacht, weckte sofort mein Misstrauen. Zu aalglatt und skurpellos wirkte sie schon nach wenigen Seiten auf mich.
Evie hingegen ist sympathisch, wenn auch etwas seltsam. Was sich aber schnell mit den Konditionierungen in Verbindung bringen lässt.
Gavin musste sich mein Vertrauen erst erarbeiten, doch dann war auch ich von seinen guten Absichten überzeugt. Der Rest der Bevölkerung bleibt reichlich blass. auch wenn man noch etwas mehr über Evies engste Freundin Macie erfährt.
Der Vater hingegen, der im Leben des Mädchens offensichtlich eine wichtige Rolle spielte, wird nur am Rande angerissen. Und nicht nur seine Person betreffend bleiben einige Fragen offen. Für mich die größte Schwäche des Buches, bleibt der Leser schließlich unbefriedigt zurück...
Das wirre und übereilt wirkende Ende setzt dem noch einen drauf.

Erzählt ist die Geschichte rasant, in einem spannenden und flüssigen Stil. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, denn Zeit zum Durchatmen blieb hier keine.

Fazit: Ein flott gelesenes Buch, das den Leser mit seinem hohen Tempo förmlich ans Buch fesselt. Meine anfängliche Begeisterung wird jedoch durch einige Schwächen bereits zur Mitte hin gebremst.

Bewertung:

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