Sonntag, 6. Oktober 2013

Susan Wiggs: Ein Haus für Fünf


Nach einem schwierigen Gespräch mit den Eltern einer Schülerin, der Tochter ihrer besten Freundin erhält Lily Robinson einen besorgniserregenden Anruf. Ihre Freundin Chrystal und deren Ex-Mann Derek werden vermisst. Nach ihrem Gespräch hat niemand mehr die beiden gesehen.
Nach langen Stunden der Ungewissheit erhalten Lily und Chrystals Kinder die Nachricht des tödlichen Unfalls. Lily, die sich dieses Leben nie für sich gewünscht hat, will sich um Cameron, Charlene und Ashley kümmern, doch da ist noch Dereks Bruder Sean Meguire, der Playboy...

Die Autorin hat in ihrem Roman ein schwieriges und tiefschürfendes Thema gewählt.
Ihre Protagonisten wirken authentisch und sympathisch.
Lily Robinson, die Lehrerin scheint auf den ersten Blick verkniffen, spröde und altjüngferlich. Sie wirkt 20 Jahre älter als sie ist. Auf den zweiten Blick erkennt man eine zutiefst unsichere und verletzliche Person, die mit der Situation bestmöglich fertigzuwerden versucht.
Bei Sean Maguire brauchte es mehrere Blicke um aus ihm schlau zu werden. Doch letzten Endes hat sich auch er ein paar Lorbeeren hinsichtlich dieser Familie verdient.
Die Kinder bleiben bis auf Cameron, den ältesten, etwas blasser. Was meiner Meinung nach die größte Schwäche dieses Buches ist. Hier hätte Susan Wiggs gerne etwas detaillierter werden können.
Ihr Schreibstil jedoch ist fesselnd, einfach und direkt. Manchmal hat sie sich etwas in detailreiche Beschreibungen verloren, doch nicht wirklich zu großem Leidwesen der Spannung.
Manche Themen wie Ashleys Geheimnis und Charlenes Schreibblockade hätten hingegen mehr Aufmerksamkeit gewünscht.

Alles in Allem ein solider Roman, der dazu einlädt mit den Protagonisten zu weinen, zu trauern und wieder zu lachen.

Fazit: Die tragische Geschichte einer Familie die auseinanderbricht und neu zuammenwächst.
Da mich das Buch trotz Schwächen nicht mehr losließ gibts 4 Punkte.

Bewertung:

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