Freitag, 29. November 2013

James Bowen: Bob, der Streuner


Rebellischer Jugendlicher, Drogenabhängiger, Obdachloser, Krimineller, mehr oder weniger erfolgloser Straßenmusiker...
Mit 28 Jahren hat James Bowen schon einen ansehnlichen Lebenslauf. Und das nicht im positiven Sinne. Doch das Blatt wendete sich für den Londoner, als ein roter Kater in sein Leben tritt: Bob, den er eines Tages von der Tür seiner Sozialwohnung fand. James pflegt das abgemagerte und verletzte Fellknäuel gesund und wird im Gegenzug von Bob adoptiert und bei der Arbeit mit der Gitarre auf Londons Straßen begleitet. Mit unglaublichem Erfolg, denn die Leute lieben Bob. Schon bald ist das ungleiche Paar eine Berühmtheit auch außerhalb Großbritanniens Metropole.

Dieses Buch erzählt aus James Bowens Sicht wie Bob sein Leben veränderte. Beide haben einiges erlebt. Nicht immer gutes, und die Furcht Bob wieder zu verlieren ist bei James allgegenwärtig. Andererseits will er Bob ein wirklich guter Freund sein, und beschließt sich endgültig aus dem Drogensumpf zu befreien.
Das kleine Büchlein ist spannend erzählt und dementsprechend schnell gelesen. Die angenehm kurzen Kapitel und der flüssige und einfach Stil tun noch einmal ihr übriges dazu, dass man dieses Buch ganz flott zwischendurch genießen kann.
Einzig die zahlreichen Wiederholungen und der manchmal verwirrende Zeitablauf haben mich gestört. In einigen Absätzen hatte ich einfach kein Gefühl dafür entwickeln können, wie viel Zeit in der Geschichte nun vergangen war. Und so etwas stört mich persönlich einfach...

Schade auch, dass ich von James und seinem Bob noch nichts wusste, als ich 2010 in London Urlaub machte. Ich hätte sie bestimmt einmal an ihrem üblichen Standort am Covent Garden besucht.

Fazit: Eine kurzweilig erzählte, wahre Geschichte über die tiefe tierisch-menschliche Freundschaft einer mittlerweile internationalen Berühmtheit. Eine Leseempfehlung kann ich hierfür definitiv aussprechen.

Bewertung:

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