Freitag, 20. Dezember 2013

Noel Hardy: Der Advent, in dem Emma ihren Schutzengel verklagte


Restaurateurin Emma wird seit Jahren vom Pech verfolgt. Am 30. Geburtstag von ihrem Freund sitzengelassen, eine durch ihre Ungeschicktheit zerstörte Vase aus der Ming-Dynastie, der nicht verlängerte Kredit ihres Vaters... Die Liste ließe sich beinahe endlos weiterführen.
Als jedoch kurz vor Weihnachten bei der Arbeit das Gerüst unter Emma zusammenbricht und sie nur knapp dem Tode entrinnt, ist das Fass übergelaufen: Emma verklagt ihren Schutzengel!

Eine liebeswerte Weihnachtsgeschichte hat sich Noel Hardy da einfallen lassen. Emma als Pechmarie überzeugt und "erarbeitet" sich schnell die Sympathien des Lesers.
Auch ihr Vater und der Chef sind liebenswerte Menschen, die trotz Emmas negativen Einflüssen auf ihr eigenes Glück immer zu ihr halten. Selbst dann, als sie Schadenersatz vom Himmel fordert.
Die Geschichte ist flüssig, direkt, humorvoll und spannend erzählt. Natürlich ist vieles vorhersehbar, doch hat der Autor einige unverhoffte Wendungen im Petto.
Auch die Darstellung des Himmels als Firma, die mit dem Teufel als Konkurrent um Marktanteile kämpft ist für mich neu und eine wirklich witzige Idee.
Zum Schluss wird das Ganze leider etwas hektisch und teilweise schwer nachzuvollziehen. Hier hätten dem Buch einige Seiten mehr keinesfalls geschadet und auch der Grund für den Punktabzug.

Fazit: Eine charmante und witzige Weihnachtsgesichte der etwas anderen Art, die mit einigen Lachern für locker leichtes Lesevergnügen für zwischendurch sorgt.

Bewertung:

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