Donnerstag, 16. Januar 2014

Dietrich Faber: Toter geht's nicht (Henning Bröhmann 01)


Henning Bröhmann ist kein typischer Polizist. Seinen Beruf übt der Vogelsberger Kriminalhauptkommissar nicht undbedingt aus Überzeugung aus, allgemein ist er eher ein gemütlicher und ruhiger Mensch. Umso schlimmer für Henning, dass ihn plötzlich wie aus heiterem Himmel seine Frau verlässt, und quasi im gleichen Augenblick ein Mordopfer nahe des Faschingsumzuges gefunden wird. Das Opfer ist als Sensenmann verkleidet. Der Tote Tod. Toter geht's eben nicht...

Dietrich Faber, eigentlich ja Kabarettist, präsentiert hier einen humorvollen Krimi, der den Leser einige Male zum Lachen bringt. Sein Hauptkommissar ist ein antriebsloser Enddreißiger, der in den Polizeiberuf halt so reingerutscht ist. Dass er es zum Kriminalhauptkommissar geschafft hat, ist weniger der Verdienst hervorragender Ermittlungsarbeit, sondern mehr den Kontakten seines Vaters zuzuschreiben. Als er dann plötzlich auch noch allein mit Kindern und Hund dasteht, muss er über sich hinauswachsen. Was ihm eine pubertierende Tochter Melina und der kleine Laurin nicht unbedingt leicht machen. Und auch Markus, der Kollege hinter dem Henning sich bisher prima verstecken konnte, fällt auf einmal aus...
Allgemein sind die Protagonisten sehr sympathisch, ausgenommen Teichner, aber davon dürft ihr euch selbst ein Bild machen ;)
Der Kriminalfall bleibt bis zum Schluss spannend und hat noch eine Überraschung parat.

Der flüssige, direkte und augenzwinkernde Schreibstil machen einfach Spaß und lassen Langeweile erst gar keine Chance. Der Autor serviert nicht nur Krimifans eine gute Story und tolle Hauptcharaktere die herrlich unkonventionell und erfrischend sind.

Fazit: Mal ausnahmsweise kein Ermittler aus Leidenschaft, aber dafür mit einigen Lachern. Diese Reihe ist es definitiv Wert, weiterverfolgt zu werden. Absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung:

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