Samstag, 22. März 2014

Anne Hertz: Die Sache mit meiner Schwester


Früher einmal waren Nele und ihre ältere Schwester Heike ein Herz und eine Seele. Doch irgendwann kamen ihnen Missverständnisse und Missgunst in die Quere. Somit redet das erfolgreiche Autorenduo nur noch das nötigste miteinander und beschränken das Zusammensein auf Pflichttermine. Aufgrund ihrer Auseinandersetzungen ist es sogar schon so weit gekommen dass kein zusammenarbeiten mehr möglich ist und ein Ghostwriter ihre "Sanne Gold" Bücher schreibt. Ausgerechnet bei einer Live-Fernsehsendung kommt es zum Eklat...

Mein erster "Anne Hertz" und ich bin gleich mal begeistert gewesen vom flüssigen und direkten Schreibstil der ohne viel rumgeschnörkel auskommt und trotzdem genug erzählt um vollends in die Geschichte eintauchen zu können. Das Thema ist auch spannend gewählt und den Schwestern, vor allem Nele werden im Laufe der 330 Seiten einige Steine in den Weg gelegt. Außerdem tritt die Ich-Erzählerin in das ein oder andere Fettnäpfchen.
Nele wirkt jedoch an einigen Stellen recht Naiv und zu gutgläubig, was sehr stark mit Niklas, ihrem Freund/Affäre/Ex zu tun hat. Neben ein paar Rechtschreib- und Namens-Verwechslungsfehlern (Emma - Nele) macht das zu flott abgehandelte Ende die größte Schwäche des Buches aus. Hier hätten die Hertz-Schwestern gerne noch ein paar Seiten investieren können.
Das Gesamtpaket aber lässt sich flott und mitreißend lesen und ist definitiv als locker-leichte Lektüre zu empfehlen.

Fazit: Ein gut gelungenes Buch mit geringen Schwächen, für das gerne eine Leseempfehlung ausgesprochen wird.

Bewertung:

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