Montag, 9. Juni 2014

Jennifer Benkau: Himmelsfern


Noa Grau wohnt in einer grauen Gegend einer grauen und fast vergessenen Stadt. Eines Tages warnt sie eine innere Stimme vor einer U-Bahn Fahrt. Dass sie diese Warnung ignoriert rächt sich sogleich als die Bahn entgleist. Ein scheinbar selbstloser Mitfahrer wirft sich auf Noa und verhindert so ihren sicheren Tod. Auf der Suche nach ihrem mysteriösen Retter, der das Unglück wie durch ein Wunder überlebt  hat, stolpert die 17jährige zufällig über ein gut gehütetes Geheimnis und große Gefühle.

Jennifer Benkaus "Dark Canopy" und "Dark Destiny" habe ich noch nicht gelesen, daher ging ich ganz unvoreingenommen an diese Geschichte heran.
Lange Zeit kämpfte ich mit dem Gedanken das Buch abzubrechen, denn Marlon braucht so lange um Noa zu erklären wer, bzw. WAS er eigentlich ist, dass das Ganze rumgedruckse schon nervt. Das bisschen Spannung das sich am Anfang bei mir aufgebaut hatte, war da schon lange auf und davon. Erst als der Junge endlich mit der Sprache rausrückt, nimmt die Sache wieder an Fahrt auf und wird sogar noch spannend.
Die Hauptdarsteller konnten bei mir allerdings bis zum Schluss nur wenige Sympathiepunkte einheimsen. Marlon war dafür einfach ZU undurchsichtig und Noa trotz ihrer Weigerung eines zu sein, zu sehr in der Opfer bzw. Mäuschen-Rolle. Ein bisschen mehr Einsatz hätte ich von dem Mädel schon erwartet.
Vielleicht ist das auch dem sehr direkten und einfachen Schreibstil der Autorin geschuldet, doch auch die Gefühle der beiden zueinander kamen nicht wirklich bei mir an.
Nachdem mich die erste Hälfte des Buches sehr enttäuscht hatte, hat der actionreichere zweite Teil den Karren für mich zumindest ein bisschen aus dem Dreck gezogen. Wett machen kann er den Schwachen Anfang jedoch nicht.

Fazit: Leider hat mich die Geschichte, vor allem die Emotionale Seite so gar nicht berührt. Auch die Spannung setzte für mich erst spät ein. Daher kann ich leider keine Leseempfehlung für "Himmelsfern" aussprechen. Schade.

Bewertung:

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