Dienstag, 24. Juni 2014

Justus Pfaue: Die Kirschenkönigin


Die junge Jüdin Ruth will Landwirtin werden. Mit den Gesellschaften und Bällen im Vor-Kriegs-Berlin möchte die gutmütige Frau mit dem grünen Daumen nichts am Hut haben. Ihren Gatten sucht sie daher nicht nach seinem Geldbeutel sondern nach seinem Landsitz aus. Vertieft in die Perfektionierung ihrer Schattenmorellen übersieht sie die Ausmaße des Nazi-Regimes und ist gezwungen sich zu verstecken.

Wer hier einen schönen und mitreißenden Roman über eine starke junge Jüdin erwartet wird sicher enttäuscht werden.
Zu der anstrengenden und verwirrenden Erzählweise kommen noch eine naive und gutmütige Hauptprotagonistin und diverse unsympathische Nebendarsteller hinzu. Für die vielen unbekannten (jüdischen) Ausdrücke wäre sicher eine Übersetzung am Ende des Buches hilfreich gewesen, die man aber vergeblich sucht.
Der Schreibstil des Autors ist langatmig und konzentrationsraubend. Die langen Kapitel und die nicht vorhandene Spannung machen das Lesen dieses Buches zu einem Kampf, bei dem ich irgendwann die Weiße Fahne geschwenkt habe. Zu ermüdend war das Ganze für mich.

Fazit: Den einen Punkt gibts nur für die vielversprechende Idee. Das Buch war leider nichts. Keine Leseempfehlung von mir.

Bewertung:

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