Montag, 9. Juni 2014

Ka Hancock: Tanz auf Glas


Auf Scherben tanzen. Genau so lässt sich die Ehe zwischen Mickey und Lucy Chandler beschreiben. Über beiden hängt ein Damoklesschwert, denn dank seiner Bipolaren Erkrankung weiß Mickey nie, als welcher Mann er morgens aufwacht: ist es der depressive Selbstmordkandidat? Oder ein schier unbesiegbares Energiebündel? Oder doch etwas dazwischen? Und wäre diese Bürde nicht schon groß genug, fürchtet Lucy bei jeder Routineuntersuchung die Rückkehr ihres Brustkrebs.
Doch Mickey und Lucy trotzten bisher allen Schwierigkeiten. Mit großer Unterstützung durch ihre Schwestern und der liebevollen Gemeinde ihres Heimatortes läuft ihr Leben gerade richtig gut, als sich das Schicksal ausgerechnet wieder diesen beiden Menschen zuwendet...

Ka Hancock erzählt ihren Lesern eine emotionale Geschichte, die auch nachhaltig berührt, jedoch von der Idee her nichts wirklich neues auf den Tisch bringt.
Gemeinsam macht man sich mit den beiden Hauptdarstellern auf eine Reise, deren Ausgang man schon bald erahnt. In Rückblenden erfährt man mittels Tagebücheinträgen Mickeys, die am Anfang jeden Kapitels stehen, und den Gedanken Lucys wie sich die beiden Kennen gelernt haben und fortan ihr doch sehr außergewöhnliches Leben leben.
Die Beweggründe beider Erzähler lassen sich dadurch wirklich gut nachvollziehen und bringen ihnen auch trotz manch fragwürdiger Entscheidungen viele Sympathien ein.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und durchweg spannend. Wenn auch an manchen Stellen einfach zu emotional, was mich des öfteren das Buch zwischendurch zuklappen ließ wenn an weiterlesen nicht mehr zu denken war.
Dies und die Todesfee-Geschichte, die in meinen Augen einfach "too much" war, sind Grund für den Punktabzug.

Fazit: Eine emotionale Geschichte über die Liebe, das Leben und zweier Krankheiten mit verheerenden Auswirkungen. Wer zu nah am Wasser gebaut hat, sollte definitiv die Finger von diesem Buch lassen. Eine Leseempfehlung gebe ich gerne.

Bewertung:

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