Dienstag, 24. Juni 2014

Katie MacAllister: Steamed - 30° West - 100° Liebe


Ausgerechnet auf ihrem Jungfernflug als Captain eines Luftschiffes des Königlich Englischen Aerocorps landen aus heiterem Himmel zwei blinde Passagiere auf Oktavias "HIMA Tesla".
Jack und seine Schwester Hallie werden durch einen "Unfall" aus ihrer modernen Zeit in ein viktorianisches Paralleluniversum katapultiert. Nicht ganz so schlimm für Steampunk-Fan Jack, der nicht nur Gefallen an der Tesla findet, sondern auch am Attraktiven Captain.
Als beide von einem Attentat erfahren, versuchen sie alles, um gemeinsam einen fürchterlichen Krieg zu verhindern.

Eine sehr schöne Idee von Besteller-Autorin Katie MacAllister, leider wird einiges im Buch ein einer Geschwindigkeit erzählt, bei der man als Leser gar nicht mehr mitkommt und manche Stellen sogar nochmal nachlesen muss um den Anschluss nicht zu verpassen. Was wohl als Aufschwung für die sowieso vorhandene solide Spannung gedacht war, lässt den angenehmen Lesefluss leider manchmal etwas stocken. Auch Jack als Hautprotagonist sagt mir nicht so zu. Der Aufdringliche Kerl denkt sogar dann nur an Sex mit Oktavia als seine Schwester Hallie am Galgen zu sterben droht.
Das war dann doch etwas zu viel für meinen Geschmack.
Der Captain hingegen ist eine faszinierend starke Frau, die sich so schnell nichts gefallen lässt und sich mit viel Einfallsreichtum in einer Männerdomäne zu behaupten weiß.
Der Schreibstil ist meist angenehm flüssig und kommt mit vielen Fachsimpeleien um Steampunk-Sachen und der historischen Sprache Oktavias wunderbar authentisch beim Leser an.

Fazit: Einige Schwächen, vor allem im Bereich "Männlicher Hauptdarsteller" dämpfen meine Euphorie zu diesem Buch leider etwas und sind Grund für den Punktabzug. Eine Leseempfehlung für Steampunk-Fans gibts aber trotzdem.

Bewertung:

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