Dienstag, 24. Juni 2014

Yvonne Winkler: Haus des Glücks


Julia träumt davon Ärztin zu werden, sie hatte vor ihrer Hochzeit und den zwei Kinder sogar bereits zwei Semester studiert. Ermutigt von ihrer Großmutter, möchte sie dem Traum Gestalt geben, stößt bei ihrem Mann Marco jedoch auf Unverständnis. Er fürchtet um die Haushaltsführung und seine Freizeit. Doch Julia ist nicht die einzige Frau in ihrer Familie die beim Wunsch auf ein Medizinstudium auf Widerstand trifft, wie ihr das Tagebuch ihrer Vorfahrin Victoria beweist, die Ende des 19. Jahrhunderts um ihren Traum kämpft, sogar noch in der fernen Südsee.

Yvonne Winkler erzählt die Geschichten der beiden Frauen in drei Abschnitten: Julia - Victoria - Julia. Besonders gefällt mir dabei, dass man den Werdegang Victorias ohne Unterbrechung mitverfolgen kann. Sie ist eindeutig die Hauptdarstellerin in diesem Buch. Und eine äußerst sympathische noch dazu. Die junge Frau lässt sich durch nichts unterkriegen, weder durch das Studienverbot für Frauen, noch durch eine weitreichende Intrige die sie nach Samoa führt.
Die beiden Abschnitte um Julia wirken auf mich eher wie eine Hinführung zum Thema und der Schluss dann auch noch recht erzwungen. Das hätte die Autorin sicher authentischer - wenn dann auch umspektakulärer hinbekommen.

Das gesamte Buch liest sich jedoch sehr flüssig und locker leicht. Durch die konstant hohe Spannung ist es trotz seiner 500 Seiten flott gelesen.

Fazit: Eine schöne Geschichte über zwei starke Frauen die sich behaupten müssen. Samoa als Exotische Location sorgt zudem für Pluspunkte. Hierfür gibts eine Leseempfehlung von mir.

Bewertung:

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