Donnerstag, 10. Juli 2014

Sue Monk Kidd: Die Bienenhüterin


Mit vier Jahren wird Lily Owens zur Halbwaise als ihre Mutter durch einen tragischen Unfall stirbt. Seither wacht ihr Vater T.Ray mit harter Hand über das mittlerweile vierzehnjährige Mädchen. Im Juli 1964 flüchtet sie nach einem brutalen und ungerechten Vorfall mit ihrem Kindermädchen Rosaleen aus der heimischen Plantage und findet Unterschlupf bei drei farbigen Schwestern, bei denen schon einst ihre junge Mutter Zuflucht gesucht hat...

Sue Monk Kidd erzählt eine warmherzige Geschichte übers erwachsen werden in den 60er Jahren und die Suche nach den eigenen Wurzeln.
Lily ist meist sympathisch, wenn auch hin und wieder überheblich und bockig. Was man aber leicht der Pubertät zuschreiben kann. Die Bienen-Schwestern May, June und Augusta habe ich jedoch ohne zögern in mein Herz geschlossen.
Von der Erzählweise, die die Landschaften vor meinem inneren Auge zum Leben erweckte bin ich nachhaltig begeistert.
Die Autorin schreibt flüssig und spannend, leider ging mir manches zu schnell oder wird für meinen Geschmack unzureichend erzählt. Ich hatte ein paar Mal das Gefühl etwas verpasst zu haben.
Leider verlor ich auch an einigen Stellen das Zeitgefühl in der Geschichte. Ich wusste oft nicht ob nun Stunden, Tage oder Wochen vergangen sind. Und so etwas stört mich schon sehr. Daher gibts von mir auch einen Punkt Abzug.

Fazit: Eine wunderschöne, stellenweise traurige Geschichte über Liebe und Erwachsenwerden in einem schwierigen Geschichtlichen Hintergrund.

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