Samstag, 13. September 2014

Rachel Joyce: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry


Einst waren Queenie Hennessy und Harold Fry Arbeitskollegen und auch Freunde. Nach einem Vorfall in der Firma haben sie sich 20 Jahre nicht gesehen als ein Brief von ihr Harold in seinem spießigen und grauen Leben erreicht. Die Schockierende Nachricht: Queenie hat Krebs und liegt im Sterben. Statt seinen Antwort-Brief einfach in den nächsten Briefkasten zu werfen, entschließt sich Harold unterwegs den Brief persönlich abzugeben. Er wandert quer durch England, bekleidet in seinem Sonntagsanzug und einem paar Segelschuhe und findet unterwegs nicht nur sich selbst...

Die Geschichte um Harold Fry und seiner Pilgerreise wird dem Leser spannend und abwechslungsreich erzählt. Mal gehen wir mit Harold seinen beschwerlichen Weg, mal sind wir bei seiner alleingelassenen, zweifelnden und wütenden Frau, die Harolds Reise per Presse verfolgt.
In einem wunderschönen Stil und einem flotten Tempo erzählt Rachel Joyce von Kleinstadtmief, Eheproblemen, verpassten Gelegenheiten und dem Bedürfnis, den Leuten zu Helfen.
Harolds Selbstfindung passiert so nebenbei und doch ganz hauptsächlich, es ist ein Genuss.

Dieses Buch habe ich nur ungern aus der Hand gelegt, denn die Spannung wurde von Seite zu Seite mehr.

Fazit: Eine wunderschön erzählte Selbstfindungs-Geschichte. Absolute Leseempfehlung von mir!

Bewertung:

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