Freitag, 21. November 2014

M.E. Lee Jonas: Oma Vettel (Die kuriosen Abenteuer der J.J. Smith 01)


Als Waise lebt die 12jährige Josie Jezabel in einem Neuseeländischen Internat, an dem sich J.J. seit einiger Zeit wie ein Außenseiter vorkommt. Ständig passieren ihr kuriose, wenn nicht sogar übernatürliche Dinge die sie sich nicht erklären kann. Kurz vor Weihnachten taucht plötzlich ein Brief und ein sogenannter Gedankenstein ihrer Großmutter auf. J.J. kann sich mithilfe des Steins an ihre Kindheit erinnern - und daran, dass sie keine dunkle Hexe wie ihre Oma Vettel werden wollte.
Da die Herrscherin des dunklen Phads dem ihre Großmutter angehört zu dem Thema aber andere Vorstellungen hat, ist J.J. in dem Internat nicht mehr länger sicher...

M.E. Lee Jonas hat mit den verschiedenen Phaden und dem Haus der Großmutter - ein überdimensionales Zaubertierheim - eine phantasievolle Welt mit unzähligen verschiedenen magischen Wesen geschaffen. Ein wahres Paradies für Fantasy-Fans. Leider konnte ich das beim Lesen nur so lange genießen, bis mich der bald überladen detailreich und daher gefühlt langatmige und verwirrende Stil des Buches zu sehr vom Kern der Geschichte abgelenkt hat. Die allzu voraussehbare Namensgebung (Yeta --> Yeti-Eskimo; Luna --> Mondmädchen) soll den Überblick über die Vielzahl an Nebendarstellern bestimmt vereinfachen, war mir jedoch zu anspruchslos.
Mit J.J. wurde ich außerdem zu keiner Zeit warm, im letzten Teil des Buches nervte sie mich sogar mit ihren unaufhörlichen Alleingängen und ihrer Unfähigkeit ihren Begleitern zuzuhören.

Frau Jonas' Schreibstil wäre eigentlich schön flüssig, einfach und direkt, was aber leider durch den ausschweifenden Detailreichtum der Geschichte stark leidet. Und so hatte ich das Gefühl, die Spannung des Buches lasse eher nach anstatt zuzunehmen.
Durch das letzte Viertel des Buches kämpfte ich mich nur noch mit gutem Willen durch, da ich das Buch als Rezensionsexemplar erhalten habe und es daher nicht einfach abbrechen wollte.

Fazit: War leider nichts für mich. Schade, denn J.J.'s Geschichte fing so vielversprechend an. Vielleicht bin ich mit meinen 30 aber auch schon zu weit weg von der Zielgruppe. Mehr als 2 Fuxxis kann ich daher leider nicht vergeben.

Bewertung:

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