Samstag, 20. Dezember 2014

Elisabeth Herrmann: Schattengrund


Als die siebzehnjährige Nicola das Haus ihrer verstorbenen Tante erbt, kann sie die heftige Abwehrreaktion ihrer Eltern nicht verstehen. Tante Kiana wird als schwarzes Schaf und leicht irre bezeichnet. Nico, die kaum mehr eine Erinnerung an Schattengrund und ihre Bewohnerin hat, beschließt das abgelegene Haus im Harz auf eigene Faust zu besuchen, und wenn möglich auch die Rätsel zu lösen, die Kiana ihr in ihrem Testament auferlegt hatte.
Im Dorf Siebenlehen angekommen, wird die Erbin von Schattengrund jedoch alles andere als wohlwollend empfangen. Was ist damals wirklich geschehen, als Kiana nicht "gut genug aufgepasst" hat...?

Ein verworrenes Katz- und Mausspiel wird dem Leser bei dieser Lektüre serviert. Neben den vielen seltsamen und manchmal hastig erzählten Ungereimtheiten und Seltsamkeiten ist es es auch die Hauptdarstellerin Nico, an die man sich erst gewöhnen muss. Ihren männlichen Gegenpart und Retter in allen möglichen - und unmöglichen - Situationen schloss ich hingegen gleich ins Herz. Ein tatkräftiger Junge der sich kaum jemals aus der Ruhe bringen lässt, und allein schon der ganzen Schneesturm- und Verfolgersache nicht leichtfertig und blauäugig entgegen sieht.
Nicos unüberlegte Ausbrüche und das ellenlange Verwirrspiel haben mich erst nach etwa der Hälfte des Buches gefesselt. Zwar ist das Buch flüssig und in einem angenehmen Stil geschrieben, jedoch bei manchen - wichtigen - Abschnitten etwas zu hektisch erzählt, sodass ich einige Male den Geschehnissen kaum nachgekommen bin.

Fazit: Leider hat mich die Geschichte um Nico und ihr Schattengrund nicht ganz so mitreißen können wie erhofft. Daher gibts von mir nur 3 von 5 Fuxxis.

Bewertung:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen