Samstag, 24. Januar 2015

Corina Bomann: Der Mondscheingarten


Als Lily eines Januartages einen Geigenkasten samt Inhalt von einem Fremden überreicht bekommt mit der Begründung "Sie gehört Ihnen", ist sie mehr als verwirrt. Kurzerhand reist sie nach London, wo sich ihre Freundin Ellen einen Namen als Geigenrestaurateurin gemacht hat. Die ungewöhnliche Geige mit einer Rosenschnitzerei lässt sich bald dem aufstrebenden Talent Rose Gallway zuordnen, die Anfang des 20. Jahrhunderts für Furore in der Musikwelt sorgte, und auf geheimnisvolle Weise auf Sumatra verschwand. Die Spürnase ist geweckt, und Lily und Ellen machen sich sogleich daran, das Geheimnis von Geige, Geigerin und dem Notenblatt, das im Futter des Geigenkastens versteckt war, zu entschlüsseln.

Die Autorin entführt ihre Leser hauptsächlich in das exotische Sumatra, was 1902 fest in der Hand niederländischer Kolonialisten war. Die bildhaften Beschreibungen werfen sofort das Kopfkino an und ließen ein wunderschönes Bild der Insel in meinem inneren Auge entstehen.
Die Hauptdarstellerinnen Rose, Lily und Ellen sind gleichermaßen sympathisch und wirken auch zu jederzeit authentisch.
Natürlich weiß man bei dieser Art Bücher ziemlich schnell, worauf das Ganze hinausläuft, und das kann man dem Buch daher auch keinesfalls negativ auslegen. In meinem Falle tat das meiner Lesefreude und der Spannung auch gar keinen Abbruch, denn es gab rund herum noch genügend andere Handlungsstränge, die bis zuletzt undurchsichtig blieben.
Der Mondscheingarten ist flüssig und in einem angenehmen Stil verfasst, sodass man hier ruck zuck durch ist.
Das optisch Besondere an diesem Buch, wie auch schon bei der "Schmetterlingsinsel" der Autorin, sind die Blüten, die am Buchschnitt aufgedruckt sind.

Fazit: Ein tolles Lesevergnügen in einer wunderschön beschriebenen Umgebung Südostasiens. Absolute Leseempfehlung von mir!

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