Samstag, 24. Januar 2015

Mary Elizabeth Braddon: Das Geheimnis der Lady Audley



Gemeinsam mit seinem Freund George Talboys, der vor kurzem einen schweren Verlust erlitten hatte, besucht der Londoner Advokat Robert Audley seine Verwandten in Audley Court. Eines Nachmittags verschwindet George Talboys spurlos und der bisher eher arbeitsscheue junge Anwalt scheut keine Kosten und Mühen, das verschwinden, möglicherweise sogar den Mord an seinem Freund aufzudecken. Doch welche Rolle spielt die junge Ehefrau seines Onkels in dem verworrenen Spiel?

Mary Elizabeth Braddon war im viktorianischen Zeitalter bereits eine Bestsellerautorin, ihr Roman "Lady Audley's Secret" erschien erstmals 1862. Und trotz seines "biblischen" Alters war ich überaus positiv überrascht, wie locker und leicht dieses Buch zu lesen ist. Der Schreibstil der Autorin wirkt zu keiner Zeit veraltet oder angestaubt. 
Die Idee des Kriminalfalls fand ich super, und auch bestens umgesetzt. Es macht richtig Spaß Robert beim "ermitteln" seines Indizienfalles über die Schulter zu schauen.
Alle Protagonisten wirken sehr authentisch. Wobei ich mich schon des öfteren Fragen musste, ob die Frauen zur damaligen Zeit wirklich dermaßen oft in Ohnmacht gefallen sind, wie es hier aufgeführt wird? Das hatte mich dann doch etwas genervt, und ist auch der Grund für den einen Punkt Abzug. 
Ansonsten war das Buch wirklich spannend und die Handlung ist immer auf einem Niveau dahingeplätschert, das zwar nicht wahnsinnig nervenaufreibend war, aber trotzdem auch nie langweilig wurde. 

Fazit: Überraschend gut für einen Kriminalroman von 1862! Hierfür gibts trotz der "nur" 4 Fuxxis eine Leseempfehlung von mir.

Bewertung:

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