Dienstag, 27. Januar 2015

Roman Rausch: Die letzte Jüdin von Würzburg


Straßburg 1349: nachdem der Rat den letzten Fürsprecher der Juden aus der Stadt gejagt hatte, greifen die Christen hilflose Juden an. Bis auf die junge Jaelle wird die gesamte Jüdische Gemeinde getötet und verbrannt. Dem letzten Rat ihres Vaters folgend, begibt sie sich nach Würzburg, um Zuflucht bei einem unbekannten Onkel zu finden. Auf dem Weg dorthin läuft sie Michael de Leone in die Arme, auf dessen Löwenhof sie alsbald als Doppel-Spionin die Vorgänge beobachtet.Denn dem haltlosen Pest-Vorwurf fallen noch weitere jüdische Gemeinden zum Opfer und die Schlinge um Würzburgs Juden zieht sich mehr und mehr zu...

Roman Rauschs Historischer Roman über die Judenverfolgung 1349 beginnt fulminant, und plätschert dann einige Zeit leider nur leicht dahin. Das ständige Spannungs-Auf-und-Ab fördern den Lesefluss leider nicht gerade, doch wer sich durch die erste Hälfte gerettet hat, bekommt zum Schluss noch eine schön spannende Lesezeit serviert. Bei der Stange gehalten hat mich zum Glück eine Leserunde und der flüssige Schreibstil des Autors.
Zum Ende hin hätte der Autor auch gerne noch ein paar Seiten investieren und ein paar Informationen mehr rausrücken können.
Die Protagonisten wirken authentisch, und die Story gut recherchiert. Es ist erschreckend, wie damals schon die Juden für so ziemlich alles als Sündenbock herhalten mussten.
Für Historien-Fans sind zwischen einigen Kapiteln als Besonderheit Geschichtliche Hintergründe zur Judenverfolgung und der Situation in Würzburg eingearbeitet.

Fazit: Dank einigem Durchhaltevermögen durfte ich noch miterleben, wie sich das Buch zu einem spannenden Roman entwickelt hat. Ganz rausgerissen hat es das aber nicht mehr.

Bewertung:

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