Montag, 2. Februar 2015

Audrey Niffenegger: Die Frau des Zeitreisenden


Henry trifft Clare zum ersten Mal im Oktober 1991. Henry ist 28, Clare 20. Clare jedoch begegnete Henry bereits im Sommer 1977. Sie war damals 6, Henry 36. Henry ist wegen eines genetischen Fehler zum Zeitreisen verdammt, es kann immer und überall passieren. In der kleinen Clare findet er eine treue Freundin und seine große Liebe...

Dass Zeitreisen nicht immer spannend und angenehm ist, zeigt Henrys Geschichte. Nackt, unterzuckert und verwirrt trifft er jedesmal auf eine unbekannte Zeit, mit viel Glück landet er irgendwo wo er nicht auffällt. Bei seinen Reisen hält er sich mit Diebstahl über Wasser und knüpft eine zarte Bande der Freundschaft und Liebe mit Clare.

An und für sich finde ich das Ganze eine schöne Idee. Leider wird die Geschichte um Henry und Clare nur dermaßen langatmig mit schier ewig dauernden, nichtswagenden Gesprächen und Beschreibungen erzählt, dass man sich nur mit Mühe und in kleinen Häppchen durch das Buch kämpfen kann.
Völlig unverständlich ist für mich die schon fast fanatische Fixierung der jungen Frau Clare auf den fertigen, abgerissenen und alles andere als vertrauenerweckenden Kerl.
Dass dieser sich während seiner Zeitreisen in jungen Jahren auch noch "aus Übungsgründen" mit sich selbst vergnügt, war für mich der absolute Tiefpunkt. Leider ging es danach auch nicht wirklich viel bergauf.

Clare ist nervig, wirkt emotionslos und ist nicht gerade jemand mit dem man sich identifizieren würde.
Henry ist mit seiner sachlichen Erzählweise bezüglich der Beziehung mit Clare auch nicht gerade ein Glücksgriff.

Das Buch wird sehr unterschiedlich bewertet, Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden. Ich jedenfalls zähle zu denen, die sich sicher kein zweites Mal durch die Seiten quälen.

Fazit: Langatmig, Unspektakulär, Mühsam, Emotionslos. Leider keine Leseempfehlung von mir.

Bewertung:

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