Samstag, 21. Februar 2015

Micha Krämer: Krähenblut (Nina Moretti 02)


Trotz des scheinbar natürlichen Todes eines Rentners wird die Betzdorfer Kommissarin Nina Moretti zum "Tatort" gebeten. Denn die Tote Krähe die an Heinrich Sadorskis Gartenhaustür genagelt wurde wirft fragen auf. Und die frisch verwitwete und etwas verwirrte Ehefrau will auch noch eine Gestalt im Garten gesehen haben. Also doch kein natürlicher Tod? Und als kurz darauf auch noch des Toten bester Freund aus seiner Altersresidenz entführt wird, beginnt Nina zu ermitteln...

Micha Krämers wunderbar einfacher, direkter und super spannender Schreibstil hat mich auch in Nina Morettis zweiten Fall wieder begeistert. Diesmal serviert der sympathische Autor dem Leser einen Krimi, der bis in die Zeit des zweiten Weltkrieges hineinreicht.
Und auch Nina, die Frau der Tat, die sich nicht immer mit Höflichkeitsgetue und Small Talk aufhalten will, hat sich gleich wieder in mein Herz geschlichen. Ich mag sie einfach. Und zwar genau wegen ihrer manchmal ruppigen Art mit ihren Mitmenschen umzugehen.
Statt des brummigen Hans Peter Thiel bekommt Nina Moretti dessen Urlaubsvertretung zur Seite gestellt. Und der junge Thomas Kübler mausert sich im Laufe des verzwickten Falles zu einer Person, die ich mir öfter an Ninas Seite im Arbeitsleben wünschen würde.

Das tolle an diesen Krimis ist, dass man derart reingezogen wird, dass man um sich herum gerne mal alles vergisst. In der Geschichte dank der Zeit- und Ortsangaben in den Kapitelbezeichnungen aber trotzdem nie das Zeitgefühl verliert.

Fazit: Der zweite Fall um Nina Moretti bestätigt meine Begeisterung des Vorgängers. Wie gut, dass Teil drei schon in meinem Regal steht. Absolute Leseempfehlung und Favoritenstatus von mir!

Reihenfolge:
01. Tod im Lokschuppen
02. Krähenblut
03. Tod im Elefantenklo
04. El Toro
05. Gema Tod
06. ROMEO

Bewertung:

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