Montag, 2. Februar 2015

Monica McInerney: Die Töchter der Familie Faraday


Acht Jahre nach dem Tod der Ehefrau und Mutter scheint die Familie Faraday langsam auseinander zu brechen, bis eines Tages die jüngste der fünf Schwestern eröffnet, schwanger zu sein - mit 16! Damit hätte Vater Leo nicht gerechnet, dass ausgerechnet seine ruhige, zuverlässige Clementine einen solchen Fehler macht. Und auch nicht damit dass sich alle seine Töchter zusammentun und einen Pakt beschließen: der Jüngsten zu versprechen ihr 5 Jahre lang mit dem Kind zu helfen...

Monica McInerney lädt ihre Leser ein, eine wunderschöne Geschichte im Umfeld Tasmaniens und später auch dem Rest der Welt zu erleben, die in ihren Grundzügen so auch wirklich passieren könnte.
Die 5 Schwestern sind so unterschiedlich wie sie nur sein können: von der mütterlichen Juliet, der frechen Miranda, zur sportlichen und unterkühlten Eliza, über die unentschlossene Sadie zur ruhigen und Zielorientierten Clementine. Alle sind liebenswert so wie sie sind, und man entdeckt in jeder etwas mit dem man sich identifizieren kann. Wer hier weniger gut wegkommt ist Leo. Er war mir nicht direkt unsympathisch, ich konnte nur zu keiner Zeit Verständnis für seine Blindheit und seinen Egoismus aufbringen.
Maggie, die man als Kind und als Erwachsene eine Zeit begleitet, ist hingegen wieder sehr nett. Lässt sich nur zu viel von den Tanten einreden.
Die Geschichte ist meist schön flüssig erzählt, bekommt aber im letzten Drittel dann ein paar deutliche Längen. Außerdem war mir der Schluss zu unspektakulär und offen. Da endete die ganze Spannung die die Autorin zum Ende hin geschickt aufgebaut hatte, recht abrupt.

Fazit: Eine schöne Geschichte die wie aus dem wahren Leben gegriffen wirkt. Leider hängt die Spannung manchmal etwas durch.

Bewertung:


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