Sonntag, 12. April 2015

Zoran Drvenkar: Still


Vor zwei Jahren wurde Mika Stellars Tochter aus ihrem Elternhaus entführt. Vor sieben Jahren geschieht mit der damals 13jährigen Lucia dasselbe. Aber sie kam zurück. Und befindet sich seither in einer stummen Schockstarre. Außerdem sind da noch vier Männer, deren skrupellose Mission lange im Dunkeln bleibt...

Mika Stellar hat sein altes Leben hinter sich gelassen, eine neue Identität angenommen und sucht seither nach den Entführern seiner Tochter. Er mischt sich unter sie, um seinen ganz eigenen Rachefeldzug zu bestreiten.
Lange bleibt das Motiv im Unklaren, der Autor füttert seine Leser immer wieder mit kleinen Häppchen von Informationen, und behält so die Spannung auf einem nervenzerreissenden Niveau.
Mika Stellar wird am ehesten greifbar, man kann gut verstehen was in antreibt und wünscht ihm alles Glück der Welt dabei.
Mehr kann man zu dem Buch gar nicht sagen, ohne zu viel zu verraten. Alles weitere müsst ihr schön selbst herausfinden. Zoran Drvenkar gewährt hier jedenfalls einen tiefen Einblick in die Abgründe der Menschheit.

Der Schreibstil ist sehr direkt und äußerst schnörkellos. Selbst die Anführungszeichen bei den Gesprächen werden weggelassen.
Erzählt wird das Ganze aus drei Sichtweisen: Mika Stellars, das der Häscher und noch Lucias, diese aber aus Erzählungen Mika Stellars.
So bekommt man nach und Nach einen guten Einblick in alle Facetten des Thrillers.

Das Cover bereitet den Leser schon auf die Düsternis vor, die ihn im innern des Buches erwarten. Und die kurzen, abwechslungsreichen Kapitel lassen einen das Buch in kürzester Zeit verschlingen.

Fazit: Thriller mit Gänsehautfeeling! Absolute Leseempfehlung von mir! Ich bin sehr froh über diesen großartigen "Bibliotheksfund".

Bewertung:

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