Dienstag, 18. August 2015

Frau Freitag: Chill mal, Frau Freitag


Frau Freitag, Ethik- und Kunstlehrerin an einer Berliner Brennpunktschule erzählt aus ihrem Lehrer-Alltag. Die unerschrockene Pädagogin kämpft sich täglich durch die Fallstricke des Unterrichts mit einer Mehrzahl an Schülern mit Migrationshintergrund.
Störende, Rappende, Zappelnde Schüler, Schülerinnen, die mehr Interesse an der täglichen Schminkroutine als am Unterricht haben, und eine Vielzahl an Schülern die ständig ihre Bücher und Arbeitsmaterialien vergessen sind Frau Freitags täglich Brot. Gesetz des Falles die Lieben Kinder erscheinen überhaupt zum Unterricht. Doch Frau Freitag lässt sich nicht klein kriegen und glaubt an das Gute in ihren Schützlingen...

Er wäre eigentlich zum heulen, der Schulalltag von Frau Freitag, wäre er nicht so humorvoll erzählt. Ausreden wie "wir sind Ausländer, wir reden halt so" von Teenagern die bereits in der dritten Generation in Deutschland geboren wurden, lässt Frau Freitag nicht gelten. Und obwohl sie immer wieder versucht hart durchzugreifen, scheitern ihre guten Vorsätze meist an ihrem weichen Herz. Eigentlich sind sie ja ganz toll, ihre Schüler...
Die kurzen Kapitel und der lockere Schreibstil ließen einen das Buch eigentlich recht flott durchlesen. Aber leider kommt das Ganze nicht so richtig strukturiert daher. Ziemlich viele Kapitel wirken abgehackt und unvollendet. Außerdem wirkt die Sache, dass Frau Freitag ihre Ferien so gar nicht genießen mag ohne ihre Schüler so gar nicht authentisch. Und ihre Unterrichtsführung rief bei mir auch eher Kopfschütteln als Lesefreude hervor.
Einzig die lustigen Sprüche der lieben Kleinen haben mich bei der Stange gehalten.

2 Punkte gibts von mir für Idee und Witz. Mehr kann ich beim besten Willen nicht vergeben.

Fazit: Durchwachsen und unstrukturiert, hinterlässt das Buch einen eher faden Nachgeschmack. Leider keine Leseempfehlung von mir.

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