Montag, 24. August 2015

Kahled Hosseini: Traumsammler


Abdullah ist zehn Jahre alt, als der Vater ihn und seine dreijährige Schwester Pari aus ihrem kleinen Dorft weg nach Kabul bringt. Doch statt der versprochenen Arbeit wartet dort eine herzzerreißende Trennung der beiden Geschwister. Die Jahre vergehen, doch während Abdullah sein ganzes Leben um seine Schwester trauert, hat Pari nur das unbestimmte Gefühl ihr würde etwas fehlen...

Geschickt verwebt Kahled Hosseini auch in seinem dritten Afghanistan-Roman scheinbar unzusammenhängende Schicksale zu einem großen Ganzen.
Doch leider konnte mich "Traumsammler" nicht annähernd so fesseln wie es "Drachenläufer" und "Tausend strahlende Sonnen" getan hatten. Manches, das ich mir gewünscht hätte, kam zum Schluss nicht mehr zur Sprachen. Und andere Fäden hätten meiner Ansicht nach nicht unbedingt derart detailliert und langgezogen wiederaufgenommen werden müssen.
Pari ist auch die einzige in dem Wirrwarr an Protagonisten, die mir Ansatzweise sympathisch war.

Zwar hat Kahled Hosseini "Traumsammler" bildgewaltig und in gewohnt detailreicher Sprache erzählt, jedoch lässt mich das Buch etwas unbefriedigt zurück. Mir kommt es so vor als hätte er zu viel geredet ohne die wichtigen Dinge genügend besprochen zu haben.
Abdullah hat mir über weite Teile des Buches hinweg komplett gefehlt. Während ich die Geschichte Markos und Thalias beinahe als zu langwierig empfand.
Dass Hosseini ständig hin- und herspringt was Zeit und Protagonisten angeht, empfand ich speziell bei diesem Buch unpassend und unstrukturiert. Als wäre ihm zwischendrin immer mal wieder etwas anderes eingefallen... Es behinderte mich in meinem Lesefluss und so habe ich das Buch stellenweise als zäh und nicht gerade spannend empfunden.

Fazit: Schade, für mich reicht dieses Buch nicht an Hosseinis andere Bücher heran. Keine Leseempfehlung von mir.

Bewertung:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen