Mittwoch, 27. April 2016

Jussi Adler-Olsen: Verheissung (Sonderdezernat Q 06)


Nach siebzehn Jahren erfolglosen Ermittelns im Fall des vermeintlichen Unfalls einer jungen Kunststudentin wendet sich Polizeikommissar Christian Habersaat schließlich an Carl Mørck. Der reagiert wie gewohnt erst mal mit Ablehnung und muss kurz darauf erfahren, dass sich sowohl der Bornholmer Kollege als auch sein Sohn das Leben genommen haben. Die Ermittlungen rund um Habersaat Vermächtnis führen das Sonderdezernat Q in die undurchsichtigen Reiche der Esoterik und Sonnenkulte…

Wie auch schon in den anderen Sonderdezernat-Q-Fällen wird der Leser mittels zweier paralleler Handlungsstränge an den Fall herangeführt. Was mich bei eben jenen gleich gepackt hat, ließ sich hier aber leider etwas zäher an. Ich war noch das Tempo und die mitreißende Spannung von „Marco“ gewöhnt, und so brauchte ich bei „Alberte“ erst mal ein paar Kapitel um mit der Geschichte warm zu werden, was womöglich auch daran liegt, dass seit dem letzten Fall drei Jahre im Buch vergangen sind.
Nachdem ich die ersten Seiten überwunden habe, hat mich Adler-Olsen und sein unvergleichlich flüssig zu lesender Schreibstil aber endlich wieder gepackt. Carl hat wieder mit so einigen privaten Problemen zu kämpfen, aber es sind bzgl. seines Kollegen Hardy auch gute Dinge passiert. Leider erfährt man aber sehr wenig Privates über Rose und Assad, was mich etwas enttäuscht hat. Hoffe da aber auf Besserung beim nächsten Band um meine dänischen Lieblingsermittler aus dem Sonderdezernat Q.
Zu diesem Buch habe ich im letzten Jahr eine Lesung von Jussi Adler-Olsen besucht und war beeindruckt einem wirklich sympathischen und humorvollen Autor zu begegnen. Unvergesslich für mich war für mich definitiv als der Autor ein Kapitel in seiner dänischen Muttersprache vorgetragen hat.

Fazit: Solide und gewohnt flüssig, aber leider nicht ganz so packend wie die Vorgänger. Eine Leseempfehlung gibt’s aber trotzdem!

Reihenfolge:

06.  Verheißung

Bewertung:

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