Mittwoch, 13. April 2016

Torkil Damhaug: Netzhaut (Kommissar Viren 02)



Die unstete Liss hat sich ihr Leben lang auf ihre solide Schwester verlassen können, auch wenn die eine ein fragwürdiges Leben in Amsterdam vorzieht und die andere ein „Spießerleben“ in Oslo bevorzugt. Doch als die angehende Psychologin Mailin plötzlich spurlos verschwindet, macht sich Liss  auf den Weg zurück in die norwegische Heimat, um nicht eher zu Ruhen bis ihre Schwester gefunden wird.

Mein erstes Buch von Torkil Damhaug und gleich ein wunderbar mitreißendes und hoch spannendes! Flüssig geschrieben, erzählt der Autor diese Geschichte nicht aus der Sicht eines Kommissars, sondern hauptsächlich aus der Liss‘ Bjerkes. Zudem förderten einige Rückblicke, Briefauszüge, zwielichtige Personen und diverse Perspektivenwechsel meine Neugier und den Lesefluss. Bis zum Schluss konnte mich der Fall an der Nase herumführen, was Täter und Motiv betrifft.
Liss‘ Lebensstil ist zwar nicht gerade das Gelbe vom Ei, jedoch bemerkt man nach und nach ein Erwachsenwerden der jungen Frau. Und so ist sie mir spätestens zur Hälfte des Buches richtig sympathisch geworden.
Vielleicht liest man ja in einem anderen Buch des Autors mal, wie es ihr weiterhin ergangen ist, denn das würde mich sehr freuen.
Damhaugs Kriminalkommissare geben in „Netzhaut“ leider kein so gutes Bild ab, sie agieren zu sehr im Hintergrund. Aber vielleicht hätte ich auch zuerst „Bärenkralle“ lesen sollen. Doch leider habe ich zu spät gesehen, dass dies der zweite Teil einer Reihe um Kommissar Viken ist. Ich finde aber, das Buch lässt sich trotzdem auch prima alleine lesen.

Fazit: Toll! Mit diesem Buch habe ich mir fast eine Nacht um die Ohren geschlagen. Das spricht schon mal für sich. Absolute Leseempfehlung von mir!

Reihenfolge:
01.  Die Bärenkralle

02.  Netzhaut

Bewertung:

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